Der Hobbit – neueste Technik=beste Qualität?

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise
wwws.warnerbros.de/thehobbitpart1

Ich habe heute den Hobbit sehen dürfen.  Was mich dabei am meisten interessiert hat, war natürlich die Technik, bzw. das, was bei Einsatz neuester Technik hinten rauskommt.
Ehrlich gesagt, es war eine Enttäuschung:
Es scheint ja alles irgendwie zusammenzuhängen und ich muss erst noch mal den Film ohne HFR (48 Bilder statt 24) sehen, um mir ein endgültiges Urteil zu erlauben, aber das ist der aktuelle Stand.

Die höhere Framzahl würde mich nicht stören, denn bei den schnellen Schwenks ist es bei einem knapp 3 Stunden dauernden 3D Film wirklich viel angenehmer, keine Ruckler zu haben. Auch an den sogenannten Soap-Effekt gewöhnte ich mich sehr schnell, denn er tritt so gut wie nicht auf. Aber! Die Farben wirken wie aus einem NTSC Fernseher des letzten Jahrtausends, kalt und überbelichtet. Gut, vielleicht besonders scharfes NTSC. Trotzdem eine Enttäuschung, denn Weiß franzt aus, Schwarz säuft ab, Rot ist nur in Spuren vorhanden und die saftigen grünen Auen aus Der Herr der Ringe Trilogie sind jetzt gelblich blass.

Das will ich mir eigentlich nicht antun, ich bin technikaffin und fortschrittlich, aber die RED Epic Kameras scheinen kein Gewinn zu sein. Übrigens habe ich den Film wohl nur in 2K Auflösung gesehen – mich würde wirklich interessieren, wie es in voller 4K Auflösung wirkt. Bislang ist mein Fazit: Verzichtbar!

Noch kurz zum Film: Aufgeblasen und von Herr der Ringe kopiert. Großartig ist anders.
In 3D aber sehr wirkungsvoll und wenn der geneigte Zuschauer die erste langweilige Stunde überlebt hat (13 Zwerge fallen bei Bilbo ein und fressen seine Speisekammer leer und Singen!!!), wird es ein mittelmäßiger Fantasyfilm mit Fokus auf Humor. Die meisten Nebenfiguren, Gegner, Orte und Gollum haben wir schon gesehen. Gollum und Gandalf (Ian McKellen) sind übrigens (wieder) die herausragenden Charaktere.

Fazit: Mussten wirklich drei Filme draus gemacht werden? Zwei hätten wohl auch gereicht.

2 Kommentare

    • [SiR] Schnibbli auf 27. Dezember 2012 bei 15:32
    • Antworten

    Dämlicher Beitrag mit einem noch dämlicheren Fazit!
    Der Hobbit war/ist ein Kinderbuch. Das der Film dann mehr auf Humor gelegt ist, ist eig. selbstverständlich!
    Und ich weiß nicht wo du der Hobbit gesehen hast aber ich hab ihn mir im Kino angesehen (3D&HFR) und da war die Qualität atemberaubend. Es war so real ich würde sogar sagen es war Realer als die Realität. Denn man konnte nicht unterscheiden wo die Realen Kullisen enden und wo die CGI Grafiken anfangen. (Und ich persönlich hasse CGI/schlecht gemachtes CGI) Ich fand den Film einfach Klasse und die erste Stunde hat mir sehr gefallen man hat einander kennengelernt und ich persönlich hab mich direkt am Anfang wieder in Mittelerde heimisch gefühlt.
    Und zu den 48 frames per second. Ich finde nachdem man sich am Anfang daran gewöhnt hat (waren bei mir 5-10min) hat es gar nicht mehr gestört. Man konnte in jeder Szene/sekunde mehr sehen als man es normaler Weise könnte. Das kam sehr gut in den Kämpfen zuschaue da man dort immer sah was geschah ohne wie in Transformers nur Kameragewackel und CGI effekte wahrzunehmen.
    Und zu deiner letzten Frage: Als ich davon gehört hab war ich der selben Meinung aber dann hab ich ein bisschen nachgedacht und mir ist aufgefallen das im Buch sehr viele geschehenisse nur Angedeutet werden. (Im Film zbsp. mit dem Zauberer Radagast und dem Schloss) und das werden die halt auch Inszenieren und das finde ich gut.

    Natürlich gibt es auch Negative Punkte das bei mir aber rein Subjektiv ist undzwar hab ich mir im Buch manche Stellen anders vorgestellt aber trotzdem wurde es Klasse Inszeniert und Umgesetzt.

    Und was meinst du mit von Herr der Ringe kopiert?! Das Buch erschien fast 60jahre(!) vor dem ersten Herr der Ringe Buch!! und natürlich hat man ein paar Orte schon gesehen (Hobbington und Bruchtal) Das liegt auch daran das es im selben Universum spielt (die erdachte Welt von Tolkien Mittelerde!)

    Du sprichst echt negativ über etwas dessen Materie du gar nicht bewusst bist.

    Das sollte eine Feedback sein und ich hoffe du liest dir das durch und hoffentlich versuchst du dich zu verbessern.

    Mfg [SiR] Schnibbli

    1. Hallo [SiR] Schnibbli,

      Bitte lies noch den Nachtrag, den ich geschrieben habe.

      Ich freue mich, wenn Dir der Film rundum gefallen hat.
      Mich hat einiges gestört, wie aus meinem Artikel zu erkennen ist.
      Meine zwei Hauptkritikpunkte sind die Länge und die farbliche Abstimmung.

      Dass der Hobbit vom Herr der Ringe kopiert, bezieht sich auf die Bilder, Bildsprache im allgemeinen und Dramaturgie, die Jackson gewählt hat.
      Hier ist mir vollkommen bewusst, dass z.B. Bruchtal in beiden Erzählreihen gleich aussehen muss und Orks immer Orks bleiben.
      Es gibt zwar von allem ein wenig oder auch viel mehr, aber es fehlt mir etwas komplett Neues.

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.