Nov 30

Underworld: Blood Wars

uw5_hauptplakat_a3_300dpi_1400Underworld: Blood Wars
www.underworld-film.de

ab 1 Dezember 2016 im Kino (in 3D)

Regie: Anna Foerster

Kate Beckingsale – Selene
Theo James – David
Charles Dance – Thomas
Lara Pulver – Semira
Tobias Menzies – Marius

In Underworld Blood Wars (3D), der Fortsetzung der legendären Blockbusterreihe, muss Vampirin und Todeshändlerin Selene die brutalen Attacken des Lykaner-Klans und der Vampire, die sie verraten haben, abwehren. Zusammen mit ihren einzigen Verbündeten David und dessen Vater Thomas, gilt es, den ewigen Kampf zwischen Werwölfen und Vampiren zu beenden, selbst wenn sie dafür das ultimative Opfer bringen muss. (Pressetext)

 

 

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Da sag noch mal einer, Frauen könnten das nicht. Von wegen! Regisseurin Anna Foerster lässt Heroine Selene genauso sexy böse Vampire und Wölfe (Lykaner) abschlachten, wie es ihre männlichen Kollegen tun würden.
Und wie sexy Kate Beckingsale in ihrer Rolle immernoch ist, ist wirklich verblüffend. Das (nicht nur für die männlichen Zuschauer sondern eher für die Schauspielerin) atemberaubende Lederkorsett-Anzug-Kostüm wirkt so, als ob jede Bewegung der Extremitäten mit einem lauten Knirschen begleitet wird, aber in der Horde der ebenfalls durchgängig in Sadomasokleidung gezwängten Statistenvampiren fällt sie nicht auf.

df-01281_a4Dafür fällt die Antagonistin mit ihrer Machterotik auf. Wenn sie sich nicht gerade von ihrem Gespielen befriedigen lässt, schlachtet oder intrigiert sie verführerisch. In einem vernünftigen Film würde ich die Nase rümpfen ob der plakativen Spielweise, aber für diesen Film ist es passend.

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Die visuellen Effekte und vor allem die Kampfchoreographien sind ebenfalls sehr passend für die Film, einzig die Studiosets wirken teilweise etwas billig und deplaziert. Die echten Kulissen (z.B: Schlösser) sind dagegen sehr sehenswert.

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Mein Fazit: Edeltrash mit viel Kunstschnee und -blut und hohem Spaßfaktor (wenn man Blut und Spritzen sehen kann)..Man bekommt, was man erwartet und was der Titel ankündigt. Gleichzeitig darf ist inhaltlich nicht zu viel zu erwarten, denn es ist eben doch nur eine Fortsetzung..Aber es ist erstaunlich, dass den Autoren doch wieder einiges Neues eingefallen ist, so dass der Film vor allem für jüngere Männer sehenswert geworden ist

© Johann Hoffmann, Fotos Sony Entertainment

Nov 12

Arrival

arr_hauptplakat_rz_a3_300dpi_1400Arrival

www.arrival-film.de

ab 24. November 2016 im Kino

Regie: Denis Villeneuve

Amy Adams – Louise Banks
Jeremy Renner – Ian Donnelly
Forest Whitaker – Colonel Weber

Zwölf mysteriöse Raumschiffe landen zeitgleich in unterschiedlichen Regionen der Welt. Ihre Besatzung und deren Intension – ein Rätsel. Um globale Paranoia und einen potentiellen Krieg zu verhindern, soll ein Elite-Team um die Linguistin Louise Banks (Amy Adams) und den Mathematiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) im Auftrag des Militärs Kontakt herstellen. Doch das unermüdliche Streben nach Antworten gerät bald zum Rennen gegen die Zeit – die eigene und die der gesamten Menschheit… (aus dem Pressetext)

 

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Mein Jahrzehnt ist endlich gekommen. Science-Fiction Filme sind da, wo ich sie haben will. Gut, der körperliche Verfall setzt langsam ein, aber dafür ist der Geist etwas reifer geworden. Diesen Film hätte ich aber schon früher zu schätzen gewusst, liebe ich doch philosophische Science-Fiction schon seit Lems und Asimovs Zeiten.

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Wenn ich schon mit Namedropping  beginne, dann sollte ich für die jüngeren Leser auch Jonathan Nolan hinzufügen, der das Drehbuch zu „Interstellar“ maßgeblich geschrieben hat, eines ebenfalls – zumindest in der Kategorie „Astrophysik.für Laien“ – genialen Werkes aus diesem Jahrzehnt und natürlich „Inception“, mit einem anderen Thema, aber der gleichen Freiheit, im Film machen zu können, was der Phantasie des Autors entspringt, ohne an filmische Limitierungen gebunden zu sein..

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Bevor ich zurück zu „Arrival“ komme, füge ich noch „Contact“ und „Der Tag an dem die Erde stillstand“  hinzu und schon sollte jeder wissen, in welche Richtung „Arrival“ erfolgreich zielt. In diesem Fall ist es wirklich kein Nachteil, dass ich an andere Filme erinnert werde, auch einige Bücher könnte ich noch aufzählen, denn der erste Kontakt mit Außerirdischen ist immer spannend und wahrscheinlich irgendwann noch mal ganz anders als bisher von irgendjemandem dargestellt.

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Der Autor der zugrundeliegenden Kurzgeschichte Ted Chiang ist schon seit Jahren ein bedeutender Science-Fiction-Schriftsteller und die Essenz seiner tiefgehenden „Story of your Life“ wurde schnörkellos und faszinierend umgesetzt.
Es ist dem Film anzumerken, dass er und auch Drehbuchautor und Regisseur wissen, was Sie tun.

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Um so einen Film die richtige Wirkung zu geben, müssen auch die Schauspieler passen. Amy Adams und Jeremy Renner geben dem Film genau die richtige Mischung aus Überforderung, Angst und Neugier um den Zuschauer zu packen.

Zu meinem Jahrzehnt machen es  Filme wie „Midnight special„, „Interstellar“ und eben „Arrival„, die eine etwas anspruchsvollere Geschichte mit großartigen unaufdringlichen visuellen Effekten erzählen.

soyl_d040_11065_rgb_a4Unaufdringlich ist eben nicht langweilig (hier würde mir Michael Bay wahrscheinlich widersprechen), wenn kleine Szenen dadurch einen schönen Wow-Effekt auslösen und hier z.B. die Wissensmacht der Außerirdischen zeigt, nur weil mal eben die Gravitation aufgehoben wird.

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Eins lässt dieser Film jedoch nicht zu: Das der Zuschauer unaufmerksam ist. Deshalb meine Empfehlung, den Film nur ausgeschlafen zu genießen . Dann ist er ein Fest für alle Freunde von guter Science-Fiction und einer der besten Filme des Jahres. 

© Johann Hoffmann, Fotos Sony Pictures

Okt 22

Trolls

rz_trolls_poster_campg_online_1400Trolls
www.fox.de/trolls

seit 20. Oktober 2016 im Kino (3D)

Regie: Mike Mitchell und Walt Dohrn

Soundtrack: Justin Timberlake

Deutsche Stimmen:
Lena Meyer-Landrut – Poppy
Mark Forster – Branch

Das Kinodebut der weltweit beliebten und kultigen Trolls führt Poppy’in ein haarsträubend witziges Abenteuer, bei dem auch musikalische Einlagen nicht zu kurz kommen.
Auf ihrem epischen Abenteuer voller komischer Verwicklungen, das Poppy und Branch weit über die Grenzen der ihnen bekannten Welt hinausbringt, wird ihre Stärke auf den Prüfstand gestellt und ihre wahre Größe ans Licht gebracht. (aus dem Pressetext)

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Bunt, richtig bunt ist dieser Film. Kindergeeignet hoch drei würde ich als Nichtfachmann sagen. Und dazu kommt diese unglaubliche Flauschigkeit, die noch vor wenigen Jahren in einem computergenerierten Film undenkbar gewesen wäre. Ehrlich gesagt gab es einige Momente, wo ich an mir gezweifelt habe, ob es wirklich CGI ist, oder mir meine schlechten Augen einen Streich spielen und der Film mit den echten Puppen gedreht wurde.

trl_sq1975_s70_sq8011_s61_4k_rgb_fin_1400DIe kleinen Viecher sind durch und durch niedlich – selbst die etwas böseren Antagonisten. (FSK 0 ist gerechtfertigt, aber aufgrund von 3D und 84 Minuten Länge sollten sich Eltern trotzdem überlegen, ob ihr Kind schon reif für die Anstrengung ist)

trl_sq1250_s44_pub_f179_2k_final_rgb_fin_1400Was mich wie immer in solchen Filmen stört, für die jüngeren Zuschauer aber wahrscheinlich perfekt ist, ist die Singerei. Ständig kommt ein neuer Titel, der mitten ins Geschehen gesungen wird. Ja, Musical sind genauso, aber die nerven mich ja auch.

trl_sq1250_s9_pub_f119_2k_final_rgb_fin__1400Immerhin wird einiges wieder aufgeholt von der hyperoptimistischen Prinzessin Poppy, die locker als hochbezahlte Motivationstrainerin fungieren könnte.

trl_sq1000_s50_pub_244_f244_4k_rgb_fin_1400trl_sq800_s43_pub_f281_4k_rgb_fin_1400Und wie bei den meisten Filmen dieser Art ist auch in „Trolls“ die Liebe zu Details und Anspielungen sichtbar. Von der Liebe zu Kindern, für die dieser wirklich 1A Film gemacht ist, ganz zu schweigen.trl_sq700_s2_pub_139_f139_4k_rgb_fin_1400

Eine gelungene Abwechslung an diesen grauen Herbsttagen.

© Johann Hoffmann, Fotos 20th Century Fox

 

Okt 13

Swiss Army Man

swissarmyman_poster_a0_kleinSwiss Army Man

Ab 13.10.2016 im Kino

Regie: Dan Kwan & Daniel Scheinert

Paul Dano – Hank
Daniel Radcliffe – Manny
Mary Elizabeth Winstead – Sarah

Er hat weder einen „Freitag“ zur Ablenkung noch einen Volleyball zur Ansprache. Deshalb hat der auf einer einsamen Insel gestrandete Hank (Paul Dano) bereits mit seinem Leben abgeschlossen und sich den alles beendenden Strick geknüpft, als ihn ein merkwürdiges „Strandgut“ ablenkt und unverhofft zu seinem Lebensretter wird: Die aufgeblähte Leiche von Manny (Daniel Radcliffe) entpuppt sich als veritabler, (un-)toter Alleskönner, mit dem sich trefflich Boot fahren, jagen und sogar kommunizieren lässt. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft …

 

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Wer wünscht sich nicht gelegentlich, auf eine einsame Insel zu reisen. Ruhe, Frieden und Einsamkeit klingen gerade in stressigen Situationen sehr verlockend. Doch wer auf einer einsamen Insel strandet und sich selbst überlassen ist, sehnt sich nach der Rückkehr in die Zivilisation.

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Hank (Paul Dano), der an der Einsamkeit auf der Insel zu zerbrechen droht, hat eine mutige Entscheidung getroffen. Da er eh nie gerettet werden wird, will er sein Leben beenden. Doch genau in diesem Moment erscheint ihm ein Schutzengel, im Körper von Manny (Daniel Radcliffe). Das Manny bereits tot ist, stört Hank reichlich wenig. Denn solange er aussieht, wie ein Mensch, ist er auch einer. Und je mehr sich Hank um die Leiche kümmert, desto lebendiger erscheint sie ihm. Schnell findet Hank heraus, dass er Manny wie ein Schweizer Taschenmesser bedienen kann. Der tote Körper hat durchaus noch brauchbare, wenn auch sonderbare Funktionen zu bieten. Und genau mit jenen beginnt ein abenteuerlicher Trip quer durch die Wildnis.

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Paul Dano ist nach dem Film „Ruby Sparks – Meine wunderbare Freundin“, wo er einen Autor spielte, dessen Romanfigur zum Leben erwachte, die Bekanntschaft mit dem Übernatürlichen gewohnt. Und auch Daniel Radcliffe, bekannt durch seine Paraderolle „Harry Potter“, weiß, dass der Tod nicht immer das Ende des Lebens bedeuten muss. Die Männer bilden ein sehr ungewöhnliches, aber stimmiges Duo. Die Handlung des Films lastet zu großen Teilen auf den Schultern der zwei Hauptdarsteller, die ihre Arbeit perfekt meistern. Die ruhigen, nahezu malerischen und verträumten Bilder sind von dem Schauspiel Danos und Radcliffes ausgefüllt.

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Die größten Stärken hat die surreale Buddy-Komödie, solange die Männer ihren Weg in die Zivilisation suchen. Auf ihrer Reise quer durch die Wildnis erleben sie sonderbare Abenteuer, die mit schönen, aber auch traurigen Momenten gespickt sind. Dazu kommt noch ein hohes Maß an (fast) Ekeleien, die aber immer ganz knapp die Kurve bekommen um doch „nur“ lustig zu sein. Damit gelingt den Machern Dan Kwan und Daniel Scheinert galant der Schwenk von der surrealen Buddy-Komödie hin zur tragischen Drama-Komödie. Hanks Leben zieht anhand von Erinnerungen an ihm vorbei und verschafft den Zuschauer auf diese Art und Weise ein Gefühl für das Leben, das hinter ihm liegt. Anhand der Bilder schleicht sich der Verdacht ein, dass Hanks Leben gar nicht so glücklich war, wie es zunächst den Anschein machte. Der Verdacht spitzt sich zu und offenbart zum Ende hin die wahre Bedeutung von Liebe und Akzeptanz.

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Ähnlich wie bei Tom Hanks in „Cast Away“, der sich aus einem kaputten Football einen besten Freund bastelte, ist Leiche Manny Hanks Vertrauter in der Not. Nur durch ihn fasst er Mut und Kraft, um sich zurück in die Zivilisation zu schlagen. Ob Leiche Manny wirklich im Laufe des Films wieder zum Leben erwacht oder dies einzig und allein Hanks Phantasie geschuldet ist, klärt sich im Laufe des Films auf wundersame Weise, auch wenn die Zweiteilung von Phantasie und Realität bewusst außer Acht gelassen wird.

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„Swiss Army Man“ ist eine völlig abgefahrene, aber sehr warmherzige Komödie über eine unglaubliche Freundschaft, die weit über die bekannten Grenzen hinausgeht und mit ihren vielen liebevollen, kreativen Details dazu einlädt, den FIlm auch ein zweites Mal anzusehen.

© Sandy Kolbuch, Johann Hoffmann, Fotos: Capelight

Okt 03

Die Insel der besonderen Kinder – Film

dieinselderbesonderenkinder_poster_start_sundl_1400Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children
www.fox.de/die-insel-der-besonderen-kinder

Regie: Tim Burton

Asa Butterfield – Jake Portman
Eva Green – Ms. Peregrine
Samuel L. Jackson – Barron
Ella Purnell – Emma

Von dem visionären Regisseur Tim Burton, basierend auf dem Bestseller Roman, kommt ein unvergessliches und bildgewaltiges Kinoerlebnis auf uns zu. Als Jake (Asa Butterfield) verschiedene Hinweise findet, die Realität und Zeit auf rätselhafte Weise auf den Kopf zu stellen scheinen, entdeckt er einen geheimen Zufluchtsort, „Die Insel der verlorenen Kinder“. Je mehr Jake über die Bewohner der Insel und über ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten erfährt, desto mehr wird ihm bewusst, dass Sicherheit nur eine Illusion ist und dass Gefahr in Gestalt von übermächtigen, unsichtbaren Feinden überall lauert. Jake muss unbedingt herausfinden, was wahr ist, wem er trauen kann und wer er selbst wirklich ist. (Pressetext)

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Nachdem die dystopischen Filmreihen in den letzten Jahren die Vorherrschaft auf der Kinoleinwand einnahmen, kehrt mit „Die Insel der besonderen Kinder“ nun die Phantastik zurück. Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Ransom Riggs, inszeniert Multitalent Tim Burton („Sweeney Todd“) ein nahezu magisches Ambiente für besondere Kinder. Gesegnet mit phantastischen Fähigkeiten leben sie versteckt vor den Menschen und vor den Hollows, den diabolischen Besonderen, die durch ein Experiment zu Monstern wurden. Was im ersten Moment ein wenig an „Harry Potter“ erinnern mag, entwickelt sich schnell zu einem ganz eigenen Werk, das durch ganz neue Facetten der Fantasy zu unterhalten weiß.

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Die Handlung beginnt im Jahr 2016 mit Momentaufnahmen au dem Leben eines ganz normalen Teenagers. Jacob (Asa Butterfield) lebt wie ein gewöhnlicher Junge seines Alters in den USA, zwischen den Zwängen seiner Generation, der Notdürftigkeit eines Jobs und der Verantwortung gegenüber seines verwirrten Großvaters. Er ahnt nicht, dass er etwas Besonderes ist, bis es zu einem tragischen Zwischenfall kommt, der sein Leben für immer verändert. Von einen auf den anderen Moment entpuppen sich die Gruselgeschichten seines Großvaters als beängstigende Realität. Gemeinsam mit der Hauptfigur reist der Zuschauer auf die Insel Grainholm, um dort im ansässigen Kinderheim Antworten auf drängende Fragen zu finden. Mit dem Anblick das von einer Bombe bis auf die Grundmauern zerstörte Heim, zerbricht Jacobs Wunsch, endlich das Geheimnis seines Großvaters zu lüften. Die anfänglich düsteren und kargen Kulissen weichen plötzlich phantastischen Gefilden, in deren leuchtenden Umrissen sich eine Art Parallelwelt erstreckt. Jacob trifft auf jene besonderen Kinder, deren Fotografien seine Kindheit ausschmückten. Je näher er den Kindern und ihrer Heimleitung Miss Peregrine (Eva Green) kommt, desto offensichtlicher wird, dass Jacob mehr mit ihnen gemeinsam hat, als anfangs gedacht.

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Wer die Bücher „Die Insel der besonderen Kinder“ und „Die Stadt der besonderen Kinder“ des Autors Ransom Riggs gelesen hat, wird bemerken, dass sich Jane Goldman für das Drehbuch von den Handlungen beider Bücher inspirieren ließ. Während sich der Filmbeginn nahe am ersten Buch entwickelt, erscheint die Mitte und das Ende als ein Mix beider Bücher. Zudem fällt ins Auge, dass die Fähigkeiten der Figuren Emma und Olive vertauscht wurden, was die Geschichte zwar nicht negativ beeinflusst, dem buchkundigen Zuschauer im ersten Moment jedoch etwas verwirrt. Wer die Bücher nicht kennt, betritt unvoreingenommen eine unbekannte Welt voller phantastischer Charaktere, die in gewohnter Manier Burtons mit beeindruckenden Effekten in Szene gesetzt wurden.

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Wie in jedem Fantasy-Film sind die Bösewichte und tödlichen Gegner klar definiert. Samuel L. Jackson („Kingsman – The Secret Service“) brilliert als bestialische Anführer der Wright. Seine Wandlung zum finsteren Monster und die Rückgewinnung seiner menschlichen Gestalt werden ebenso fantasievoll und effektreich bebildert, wie die Nahrungsaufnahme der Monster. Tim Burton offenbart dem Kinobesucher erschreckende, humorvolle und beeindruckende Szenen. Ob auf dem offenen Meer oder in einem detailverliebten Zirkusambiente, der Filmemacher überlässt nichts dem Zufall und begeistert mit weiträumigen Kulissen, die durch Tricktechnik bis ins Unendliche zu reichen scheinen. Im Fokus stehen die Fähigkeiten der besonderen Kinder, die allesamt wirkungsvoll zum Leben erwachen. Neben Asa Butterfield, bekannt aus „Hugo Cabret“ und „Ender´s Game“, begeistern unter anderem Ella Burnell („Kick-Ass2“), Lauren McCrostie („The Falling“) und Milo Parker („Mr. Holmes“) als Kinderschar. Eva Green („Penny Deadful“) verzaubert mit einer überspitzten, wenn auch in diesem Fall sehr stimmigen Darstellung der Heimleiterin Miss Alma LeFay Perigrine, deren Verwandlung in einen Greifvogel schön anzusehen ist.

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Fazit: „Die Insel der besonderen Kinder“ ist ein fantastischer Film, der die Zuschauer mit beeindruckenden Kulissen, gelungenen Effekten und überraschenden Figuren unterhält. Der Film ist Märchen, Fabel, Horror- und Coming-of-Age-Geschichte in einem und punktet mit einem altmodischen und zugleich erfrischendem Erzählmodus.

© Sandy Kolbuch, Fotos 20th Century Fox

Sep 27

Findet Dorie

Findet Dorie Plakat

Finding Dory

www.findetdorie-film.de

ab 29. September 2016 im Kino in 3D

Regie: Andrew Stanton

Mit dem Comedy-Hit FINDET DORIE kehrt Publikumsliebling Dorie auf die Leinwand zurück. Die blaue Paletten-Doktorfisch-Dame ohne Kurzzeitgedächtnis lebt inzwischen glücklich und zufrieden mit Nemo und Marlin im Korallenriff, als sie einen Geistesblitz hat: Irgendwo da draußen müsste doch ihre Familie sein, die vielleicht längst nach ihr sucht. Und so startet Dorie mit Marlin und Nemo in das größte Abenteuer ihres Lebens, das sie durch den Ozean bis zum berühmten Meeresbiologischen Institut in Kalifornien führt.
Bei der Suche nach ihren Eltern bekommt Dorie Unterstützung von den schillerndsten Persönlichkeiten des Instituts: Da ist der mürrische Oktopus (beziehungsweise Septopus) Hank, der nur noch sieben Tentakel hat, den Wärtern aber dennoch regelmäßig durchs Netz geht. Beluga Bailey glaubt, dass sein Echolot kaputt ist, und Walhai Destiny entpuppt sich als extrem kurzsichtig. Trotz gewisser Handicaps wachsen Dorie und ihre Freunde bei diesem witzigen Abenteuer über sich hinaus und entdecken die magische Kraft von Freundschaft und Familie.

Findet Dorie

Brauchte „Findet Nemo“ eine Fortsetzung, werden sich viele Zuschauer von damals fragen. Ganze 13 Jahre haben sich die Macher Zeit gelassen, um die Geschichte für eine würdige Fortsetzung zu finden. Sie sind wieder abgetaucht und widmen sich der blauen titelgebenden Fischdame. Vergesslich wie sie ist, begibt sie sich auf die Suche nach Ihrer Familie durch die Weiten des Ozeans bis zu einem meeresbiologischen Institut voller Gefahren.

FINDING DORY. ©2016 Disney•Pixar. All Rights Reserved.

Obwohl die altbekannten Fische und anderen Meeresbewohner wieder dabei sind und auch viele neue Freunde und Helfer dazu kommen, ist es keineswegs ein Abklatsch des Nemo-Originals. Wie schon „Toy Story 3“ und „Cars 2“ haben die Drehbuchautoren viel mehr James Bond-Action und Spannung eingebracht und dabei aber geschickt das kinderfreundliche Niveau nicht verlassen.

FINDING DORY – Pictured (L-R): Marlin and Crush. ©2016 Disney•Pixar. All Rights Reserved.

So ist „Findet Dorie“ besonders in der zweiten Hälfte ein richtig aufregender Film mit vielen Überraschungen und Wendungen geworden, auch dank eines genialen siebenarmigen Sidekicks, der richtig Freude macht und hoffentlich in 13 Jahren seinen eigenen Film bekommt.

FINDING DORY – Hank is an octopus—or actually a "septopus": he lost a tentacle—along with his sense of humor—somewhere along the way. When Dory finds herself at the Marine Life Institute, a rehabilitation center and aquarium, Hank reluctantly agrees to help her navigate the massive facility. Directed by Andrew Stanton, "Finding Dory" opens on June 17, 2016. ©2016 Disney•Pixar. All Rights Reserved.

Hank der Oktopus ist nämlich zwar ein bisschen griesgrämig und eines Armes beraubt worden, aber mit seinen akrobatischen Fähigkeiten und seinen tentakelbrechenden Stunts die treibende Figur neben Dorie.

FINDING DORY – Pictured (L-R): Hank and Dory. ©2016 Disney•Pixar. All Rights Reserved.

Das ist äußerst kurzweilig anzusehen und sorgt für Witz und Spannung und – besonders wichtig – bringt „Findet Dorie“ weit genug weg von „Findet Nemo“, dass die eingangs gestellte Frage ruhigen Gewissens mit Ja beantwortet werden kann.

Übrigens, bis zur letzten Sekunde! lohnt es sich noch, den beiden Robben Smutje und Boje zuzusehen, die dem halsbrecherischen Treiben der restlichen Meeresbewohner entspannt von ihrem heißbegehrten Felsen zusehen

Smutje und Boje auf dem Felsen FINDING DORY – Marlin and Nemo get guidance from a pair of lazy sea lions in an effort to catch up with Dory. Featuring Idris Elba as the voice of Fluke and Dominic West as the voice of Rudder, "Finding Dory" opens on June 17, 2016. ©2016 Disney•Pixar. All Rights Reserved.

Viel Spaß bei einem rundum gelungenen Abenteuer für die ganze Familie!

Sep 18

T4 – Die verlorenen Kinder

… von Ivo Pala, dem Thrillerautor von „Die Lazarus Formel„,  „H2O“ und „Gift“.

Hier schon die ersten Infos zum Buch, demnächst eine ordentliche Rezension und bald auch endlich mal wieder ein oder zwei Filmbestprechungen.

Da ich aber die Gelegenheit bekommen habe, dem Ex-Drehbuchautor u.a. von „Der Clopwn“ und „Alarm für Cobra 11“ „T4 – Die vverlorenen Kinder“ das e-Book aus dem Kreuz zu leiern, gibts schon mal diese Ankündigung.

Ivo Pala T4-Die verlorenen Kinder

 

Jul 21

Star Trek Beyond

Star Trek Beyond PlakatStar Trek Beyond
www.facebook.com/StarTrekFilmDE

seit 21.07.2016 im Kino in 3D

Regie: Justin Lin

Chris Pine – Kirk
Zachary Quinto – Spock
Zoe Saldana – Uhura
Idris Elba – Krall
Simon Pegg – Scotty
Sofia Boutella – Jaylah
Karl Urban – Pille
John Cho – Sulu
Anton Yelchin – Chekov

Auf ihrer Forschungsmission gerät die Enterprise in einen gnadenlosen Hinterhalt. Unter Dauerbeschuss kann die Crew um Captain Kirk nur in letzter Sekunde auf fremdem Terrain notlanden. Doch statt in Sicherheit befindet sie sich plötzlich zwischen den Fronten eines scheinbar ausweglosen Konflikts. Getrennt voneinander und ohne Kontakt zur Außenwelt ziehen Kirk und sein Team in den Kampf gegen einen mysteriösen und übermächtigen Feind. (Pressetext)

Left to right: Anton Yelchin plays Chekov and Chris Pine plays Kirk in Star Trek Beyond from Paramount Pictures, Skydance, Bad Robot, Sneaky Shark and Perfect Storm Entertainment

JJ Abrams hat keine Lust mehr und der Trailer ist scheiße. Warum sollte irgendjemand in den dritten Aufguß eines Reboots gehen?
Weils richtig Spaß macht. Schon der zweite Teil „Into Darkness“ hat mir gefallen, viel Action gepaart mit einer Star Trek Message und ansehnlichen und ansehenswerten Schauspielern.
Teil 3 – Beyond – ist da nicht anders, legt aber bei der Action noch eine dicke Schippe drauf und verzichtet dafür auf das Abrams’sche Lensflare.

Left to right: Zachary Quinto plays Spock and Karl Urban plays Bones in Star Trek Beyond from Paramount Pictures, Skydance, Bad Robot, Sneaky Shark and Perfect Storm Entertainment

Wenn die Enterprise im wahrsten Sinne des Wortes angefallen und zerfressen wird, bleibt bei jedem Fan das Herz stehen. In diesen Szenen wird einem selbst beim Verzicht auf die stereoskopische Kinoversion (also „3D“) durch die wirkliche Ausnutzung aller Achsen des Raums noch das Innenohr durcheinandergewirbelt. Fulminant!

Left to right: Anton Yelchin plays Chekov and Chris Pine plays Kirk in Star Trek Beyond from Paramount Pictures, Skydance, Bad Robot, Sneaky Shark and Perfect Storm Entertainment

Left to right: Anton Yelchin plays Chekov and Chris Pine plays Kirk in Star Trek Beyond from Paramount Pictures, Skydance, Bad Robot, Sneaky Shark and Perfect Storm Entertainment

Und auch später gibt es auf dem Boden viel Radau. Simon Pegg, der diesmal auch das Drehbuch mitgeschrieben hat, sorgt als Scotty für ausreichenden Humor, denn diesmal kommt Pille/Dr. McCoy nicht so sehr zum Einsatz.
Seine Spitzen sitzen aber dann, wenn er sie anbringen darf.

Ebenfalls sehr schön (anzusehen) sind die trektypisch starken Frauen im Film. Nur das extra betonen, dass hier starke Frauen im Film vorkommen, erscheint mir überflüssig und übertrieben.

Sofia Boutella plays Jaylah in Star Trek Beyond from Paramount Pictures, Skydance, Bad Robot, Sneaky Shark and Perfect Storm Entertainment

Zoe Saldana plays Uhura in Star Trek Beyond from Paramount Pictures, Skydance, Bad Robot, Sneaky Shark and Perfect Storm Entertainment

Nicht so schön sind einige übertriebene Szenen, die wohl bei keinem Erwachsenen mehr wirklich den Blutdruck erhöhen. Z.B. wenn ein Raumschiff für einen Kickstart (!) eine Felsklippe herunterfällt (!) um dann kurz vor dem Crash dank geschicktem Perspektivwechsel erstmal aus dem Blickfeld zu verschwinden, nur um nach einer Sekunde dann doch hochgeschossen zu kommen. Zu erwarten, zu oft ähnlich gesehen und selbst für Star Trek Fiction zu unrealistisch.

Left to right: Karl Urban plays Bones and Zachary Quinto plays Spock in Star Trek Beyond from Paramount Pictures, Skydance, Bad Robot, Sneaky Shark and Perfect Storm Entertainment

Aporpos unrealistisch. Natürlich ist das meiste im Film großer Quatsch und die Raumschiffe machen im Weltall Geräusche und die Löcher im Plot sind vorhanden, aber das ändert nichts, aber auch gar nichts daran, dass sich die nächste Generation an Star Trek Fans und auch die alten Hasen zurücklehnen können und zwei Stunden in ferne Welten die nie ein Mensch zuvor gesehen hat, eintauchen können.

Left to right: Simon Pegg plays Scotty, Sofia Boutella plays Jaylah and Chris Pine plays Kirk in Star Trek Beyond from Paramount Pictures, Skydance, Bad Robot, Sneaky Shark and Perfect Storm Entertainment

© Johann Hoffmann, Fotos Paramount

Mai 19

X-Men: Apocalypse

RZ_X-Men_Apocalypse_Poster_1400X-Men: Apocalypse
www.facebook.com/XmenMoviesGermany

ab 19.05.2016 im Kino in 3D

Regie: Bryan Singer

James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Oscar Isaac, Nicholas Hoult, Rose Byrne, Olivia Munn, Evan Peters, Kodi Smit-McPhee, Sophie Turner, Tye Sheridan, Alexandra Shipp, Lucas Till,

Seit Anbeginn der Menschheit wurde er als Gott verehrt: Apocalypse, der erste und mächtigste Mutant des Marvel X-Men Universums, vereint die Kräfte vieler verschiedener Mutanten und ist dadurch unsterblich und unbesiegbar. Nachdem Apocalypse nach tausenden von Jahren erwacht, ist er desillusioniert von der Entwicklung der Welt und rekrutiert ein Team von mächtigen Mutanten – unter ihnen der entmutigte Magneto (Michael Fassbender) – um die Menschheit zu reinigen, eine neue Weltordnung zu erschaffen und über alles zu herrschen. Als das Schicksal der Erde in der Schwebe ist, muss Raven (Jennifer Lawrence) mit Hilfe von Prof. X (James McAvoy) ein Team junger Mutanten anführen, um ihren größten Erzfeind aufzuhalten und die Auslöschung der Menschheit zu verhindern. (Pressetext)

Heute, 19.05,2016, startet der neue 3D Sci-Fi Realcomic aus der X-Men Serie.
Da es ein gelungener Film geworden ist, hat er eine Besprechung verdient, aber da ich vor dem Wochenende keine Zeit habe und die potentiellen Zuschauer für das kommende Kino-Wochenende aber eine Empfehlung bekommen sollen, hier vorläufig ein paar kurze Sätze:

Der Film ist ein würdiger Nachfolger von X-Men: Zukunft ist Vergangenheit und spielt auch wieder in verschiedenen Epochen, ohne aber das Zeitreisethema zu wiederholen. Dafür gibt es unaufdringlich und gelungen (wahre?) Klischees und Bilder aus den Achtzigern. Es sind die kleinen technischen Gerätschaften, die ein wohliges und die Kleidung, die ein weniger wohliges Gefühl bei mir Kind der 80er auslösen.

Die X-Men Charaktere werden in ihrer Entwicklung nachvollziehbar fortgeführt, bzw. neu eingeführt, da sie in einer alternativen Zeitlinie zu den „alten“ Filmen als junge Mutanten existieren. Nur der ultimative Bösewicht Apocalypse ist nicht ganz so bedrohlich gelungen, wie wahrscheinlich erwünscht. Auch die vier apokalyptischen Reiter helfen da kaum.

Dafür sind die visuellen Effekte wieder auf dem gewohnt hohen Standard und die Geschichte ist dicht genug erzählt, um die weit über 2 Stunden nicht unangenehm fühlbar werden zu lassen. Im Gegenteil, ich war überrascht, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Für Freunde von Superhelden(filmen) ist dieser Film ein Muss.

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Apr 29

Legende Sammo Hung beim Far East Filmfestival

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Sammo Hung plaudert über Schauspielkarriere, Freunde und Martial Arts

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