Ex_Machina

EX_MACHINA_HauptplakatEx_Machina
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ab 23.04.2015 im Kino

Regie: Alex Garland

Alicia Vikander – Ava
Domhnall Gleeson – Caleb
Oscar Isaac – Nathan
Sonoya Mizuno – Kyoko

Im Chalet eines talentierten Internet-Millionärs wird ein junger Mann Teil eines sehr speziellen Experiments. Er soll die Fähigkeiten künstlicher Intelligenz testen, die sich unter der Hülle einer schönen Roboterfrau verbergen. Doch schon bald mündet der wissenschaftliche Versuch in ein psychologisches Duell, in dem die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verwischen…

 

ExMachina_FTR-ProRes_MPS_20140729_TRIM 414Das Science-Fiction Filme auch ohne Riesenbudget wundervoll sein können, wissen wir nicht erst seit gestern, aber trotzdem sind sie so selten, dass wenigstens bei mir das Herz aufjauchzt, wenn sich so eine Perle wieder ins Kino verirrt. Mit „Ex Machina“ hat der Schöpfer von „28 Days Later“ und „Sunshine“ einen großen Wurf gemacht. Während „Sunshine“ für mich immer noch der Film mit der besten ersten Stunde und der schlechtesten letzten Halben ist, kann mich „Ex Machina“ durchgängig begeistern. Es lohnt sich also, dass Garland nicht nur die (Dreh-)Bücher für die Filme schreibt, sondern auch selbst das Regiezepter in die Hand nimmt.

EXM_D024_ 04003Die ersten Minuten in der Firma werden schnell abgehakt und dann geht es nach Alaska (in Wirklichkeit in Norwegen gedreht – ganz nebenbei phantastische Panoramen) zum abgelegenen Refugium eines Google-Facebook-Apple–Boss-Verschnitt. Einem arroganten aber auf Kumpel machenden Neureichen Nerd-Genie.

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Er hat es geschafft, eine künstliche Intelligenz zu erschaffen und von hier an wird es richtig spannend. Am Anfang ist es ein Test, doch wer wird eigentlich getestet? Der junge Caleb, die KI Ava? Zum Schluss denke ich, der Zuschauer.

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Sind wir Zuschauer schon so weit, dass wir die Konsequenzen, die sich aus einer uns möglicherweise sogar überlegenen künstlichen Intelligenz ergeben, erahnen und verstehen können?
Es sind ziemlich große philosophische Fragen, die in diesen 108 Minuten verarbeitet werden. Nicht zu tief, aber tief genug, um mit Wuseln im Kopf aus dem Kino zu gehen. Wenn schon Stephen Hawking folgendes dazu sagt:
„Der Fortschritt der künstlichen Intelligenz könnte das Ende der Menschheit bedeuten.“

Trotz seiner räumlichen Begrenztheit im Forschungslabor hat der Film optisch einiges zu bieten: wir wissen, dass die CGI-Effekte da sind, aber sie fügen sich nahtlos und unaufdringlich in die Filmwelt ein.

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Wie von einem Film, der sich auf die spannenden Fragen unserer Zukunft fokusiert, nicht anders zu erwarten, gibt es keine Schießereien oder Explosionen, dafür aber um so besser spielende junge Schauspieler (allen voran Alicia Vikander, die zu Recht als Shooting Star zählt und die vielen schon aus Anna Karenina bekannt sein dürfte und auf der männlichen Seite Oscar Isaac, der in Inside Llewyn Davis den titelgebenden Antihelden spielte.)

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Bislang ist es der Film des Jahres für mich. Das hat zum größten Teil mit der Leichtigkeit zu tun, mit der Alex Garland die Chancen und Risiken unserer nahen Zukunft zeigt und mit dem Thema künstliche Intelligenz an sich. Es gibt aber auch einige kleine Schatten. Protagonist Caleb verhält sich nicht durchgängig intelligent, auch die Dialoge könnten (in der deutschen Synchro?) besser sein und last and least: „Ex-Machina“ erinnerte mich etwas an „Eva„, einem ebenfalls kleinen aber feinen Science-Fiction Film mit Daniel Brühl.ExMachina_Face To Face_06152708 Dieser Punkt ist eigentlich kein Makel, denn wie gesagt, es gibt viel zu selten Perlen, die das Herz höher schlagen lassen.

Und weil kleine Filme viel zu oft übersehen werden, verlosen wir unübersehbare Filmplakate zum Selbererfreuen oder andere Glücklichmachen. Einfach eine Mail an gewinn (at) schwarzlicht.tv, wir verschenken an alle, die sich melden solange der Vorrat reicht.

© Johann Hoffmann, Fotos Universal

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