Kong: Skull Island

Kong: Skull Island

ab 9. März 2017 im Kino, 118 Minuten

Regie: Jordan Vogt-Roberts

Samuel L. Jackson – Major Preston Packard
Brie Larson – Mason Weaver
Tom Hiddleston – James Conrad
John Goodman – Bill Randa
John C. Reilly – Hank Marlow
Tian Jing – San

Der Film erzählt die Story eines sehr vielfältigen Teams aus Wissenschaftlern, Soldaten und Abenteurern, die sich gemeinsam auf eine unerforschte Pazifikinsel wagen: Die Insel birgt nicht nur Naturschönheiten, sondern auch große Gefahren, weil die Entdecker nicht ahnen, dass sie in das Revier des gewaltigen Kong eindringen. Weitab von der Zivilisation kommt es dort zur ultimativen Konfrontation zwischen Mensch und Natur. Schnell entwickelt sich die Forschungsreise zum Überlebenskampf, in dem es nur noch darum geht, dem urweltlichen Eden zu entkommen. Denn Menschen haben dort nichts verloren. (Pressetext)

Die neue King Kong Verfilmung ist eigentlich überflüssig, alles wesentliche zum Thema wurde bereits in den sieben vorherigen Filmen gesagt. Was tut also Hollywood? Es schnappt sich einen relativ unbekannten Regisseur, ein fettes Budget (ca 190 Millionen), ein paar bekannte Schauspieler und baut dann ein Konglomerat von verschiedenen Genres.

In diesem Fall Fantasy, Kriegsfilm, Antikriegsfilm, Abenteuer und vieeeel Action. Die Vermischung von epischen Bildern (frech von Apocalypse Now geklaut) dem Show Effekt eines Riesenaffen (und weiteren ungetümen Ungeziefers) und perfekt getimten Actionsequenzen funktioniert erstmal.

Es macht Spaß dem 10-kleine-Negerlein-Treiben zuzusehen, wenn die bösen Menschen (ach ja, Umweltfilm ist auch noch eine Kategorie, die dieser Film bedienen will) von dem Beschützer der Insel – Kong – und anderen Monstern zerlegt werden.

Doch irgendwann nach dem Film stellt sich ein bisschen Unbehagen ein. Zu sehr ist alles am Reißbrett designt, um  einen größtmöglichen Effekt zu erzielen. Zu sehr sind scheinbar willkürliche Monster im Verlauf des Films an genau den Stellen platziert, wo wieder eine Actionszene kommen muss, damit der Zuschauer nicht verschnauft (und nachdenken kann). Die hübsche Chinesin ist nur im Film enthalten, damit sich die Chinesen an der Produktion beteiligen. Sie darf auch nicht viel reden – genausowenig, wie ihr Filmpartner ein Quoten-Schwarzer. Der menschliche Antagonist wird zu einem zweidimensionalen Maniac degradiert. Dabei hätte der Schauspieler Potential für viel mehr.

Die Ureinwohner der Insel sind äußerst schweigsam, aber dennoch offensichtlich mit allumfassenden Insel-Wissen ausgestattet, was sie den weißen Eindringlichen aber bereitwillig überlassen.

Gut gefallen hat mir aber wiederum, dass Kong sich nicht in das kleine Blondinchen verknallt, wie bislang in den Vorgängerfilmen. Kong ist hier weniger King und mehr God, was den Schmalz und Kitsch aus dem Film raushält.

DIe Monster sind übrigens keineswegs willkürlich, sie bilden die Einführung für demnächst folgende weitere Riesenmonsterfilme. Genau deshalb lohnt es sich auch, den kompletten Abspann sitzenzubleiben

 

© Johann Hoffmann, Fotos: Warner

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