Spider-Man: Homecoming

Spider-Man: Homecoming
www.SpiderManHomecoming.de

ab 13. Juli 2017 im Kino (3D)

Regie: Jon Watts

Tom Holland – Peter Parker/Spider-Man
Robert Downey jr. – Tony Stark/Iron Man
Michael Keaton – Adrian Toomes/Vulture
Marisa Tomei – Tante May
Jon Favreau – Happy Hogan

Immer noch euphorisch von dem packenden Kampf mit den Avengers kehrt Peter in seine Heimat zurück, wo er mit seiner Tante May (Marisa Tomei) und unter dem wachsamen Auge seines neuen Mentors Tony Stark (Robert Downey Jr.) lebt. Es fällt ihm jedoch nicht leicht, sich im Alltag zurechtzufinden – vielmehr will er beweisen, dass er mehr ist als nur der sympathische Spider-Man aus der Nachbarschaft. Als aber The Vulture (Michael Keaton) als neuer Gegenspieler auftaucht, gerät plötzlich alles, was Peter im Leben wichtig ist, in große Gefahr. (Pressetext)

Es gibt schon wieder einen neuen Spider-Man Anlauf von Sony. Diesmal richtig eingeordnet in Marvels Cinematic Universe. Sprich dadrin, wo sich alle Avengers tummeln. Schon im letzten Avengers Film hatte der junge Spider-Man ja einen Gastauftritt, jetzt dreht sich alles nur um ihn. Glücklicherweise wurde nicht schon wieder die altbekannte Geschichte neu verfilmt, sondern etwas Neues gewagt. Eine Teenie-Komödie nämlich.

Die ganze Schwere und Düsternios der vorherigen Versionen, was Verantwortung angeht, wurde nicht komplett weggelassen, sondern in eine leicht tolpatschige Comedy umgearbeitet. Spider-Man übt mehr, findet sich selbst mehr und leidet darunter, noch nicht für voll genommen zu werden. Als Erwachsener und als Superheld.

Da er das als angeblich 15 jähriger (sorry aber so jung sieht Tom Holland dann doch nicht aus) auch noch nicht ist, stapft er von einem Highschool-sketch zum nächsten Superheldensketch.
Alles wohl gewichtet, mit zugegebenermaßen gutem Timing und wahrscheinlich sogar perfekt auf die junge Zuschauerzielgruppe abgestimmt. Dazu gehört auch das Verknalltsein in die unerreichbare Schulschönheit. (Wobei die halbe Schule aus hübschen Mädchen besteht, man, so eine Quote hätte ich gern in meiner Schule gehabt.)

Diese ist dann auch noch super intelligent und gar nicht abgehoben. Pickel hat sie auch keine, kurz, eine Traumfrau.
In diesem Film, das soll als Kritik angemerkt sein ist übrigens alles perfekt ausgewogen. Der Anteil an Schwarzen, Asiaten, Dicken, Dünnen, Frauen.
Hauptsache, alle sind perfekt vertreten, damit auch ja niemand sich irgendwie benachteiligt fühlen könnte. Grundsätzlich ist das selbstverständlich in Ordnung, aber es wirkt alles sehr nach Reißbrett.
Wie auch die Handlung ziemlich artifiziell wirkt. Alles passiert immer genau getaktet, damit die Aufmerksamkeitsspanne der  Jugend von heute genau ausgereizt wird.

Abgesehen davon gibt es viele – und das ist jetzt wieder im positiven Sinne – perfekt getimte Gags.
Und es gibt gleich zwei Vaterfiguren für Peter Parker. Happy und Tony Stark, wobei letzterer für die etwas weniger teeniehaften Gagszenen sorgt.
Auch die Technik in Form von Spider-Mans Anzug, die Tony Stark alias Iron-Man Peter Parker zur Verfügung stellt, will beherrscht werden und ist deshalb für Lacher gut.

Spider-Man braucht dringend den Anzug um einer grpßen Sache auf die Spur zu kommen. Hier kommt der beste Teil des Films ins Spiel: The Vulture, gespielt von Michael Keaton.
Ein Highlight des Films, nicht nur weil Michael Keaton gut schauspielern kann, sondern auch, weil seine Figur ambivalent und nicht nur böse/verrückt ist.

Wie eigentlich jeder Mensch versucht er nur durchzukommen um die Familie zu ernähren und wurde dabei von Starks Firma in den Untergrund gedrängt. Seine Handlungen wirken immer nachvollziehbar und oft väterlich, deshalb ist er der interessanteste Charakter im Film

Insgesamt ist diese Neuauflage der komödiantischste Film bislang im MCU mit einer starken Ausrichtung auf ein junges Zielpublikum und wie immer genialen (Computer)Effekten und ordentlichem 3D.
Ein garantierter Sommerblockbuster also.

© Johann Hoffmann, Fotos Sony Pictures

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