Flatliners

Flatliners (2017)

www.flatliners-film.de/

seit 30. November 2017 im Kino

Regie:  Niels Arden Oplev

Ellen Page – Courtney
Diego Luna – Ray
Nina Dobrev – Marlo
James Norton – Jamie
Kiefer Sutherland – Dr. Wolfson
Kiersey Clemons – Sophia
Beau Mirchoff – Brad

 

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Um diesem Mysterium auf den Grund zu gehen, starten fünf Medizinstudenten ein wagemutiges und überaus gefährliches Experiment. Indem sie ihren Herzschlag für kurze Zeit stoppen, lösen sie bei sich eine Nahtoderfahrung aus. Als die Kommilitonen sich mit ihren lebensbedrohlichen Trips ins Unbekannte gegenseitig überbieten möchten, sind die Fünf plötzlich gezwungen, sich ihrer eigenen dunklen Vergangenheit zu stellen. Denn an den Grenzen des Jenseits lauern erschreckende Abgründe …

Die armen Produzenten vom aktuellen  „Flatliners“. Wer hat sie bloß auf die Idee gebracht, einen „nicht richtig, aber dann irgendwie doch“ Klassiker neu zu verfilmen, ohne geniale neue Ideen zu haben?

„Flatliners“  ist ein Ausdruck der Mutlosigkeit in Hollywood, nicht richtig schlecht aber eben auch kein Knaller.

Niels Arden Oplev schafft es leider nicht, einzigartige Bilder zu erzeugen, die länger im Kopf bleiben und der Neuverfilmung seine Daseinsberechtigung für die nächsten 25 Jahre geben. Die Szenen mit den Nahtoderfahrungen sind routiniert und schick gemacht, also gutes Mittelmaß, und die kleinen Horror-Einlagen so harmlos, dass es für FSK 12 gereicht hat.

Aber bei Horror bin ich zu abgebrüht, vielleicht empfinden es junge Frauen, die den Film eventuell eher wegen der hübschen angehenden Ärzte sehen wollen als gruseliger.

Hübsch ist das junge Ensemble übrigens durchweg und Ellen Page kam sogar schauspielern. Die anderen Darsteller sind auch keine Reinfälle sondern ebenfalls mittelmäßig, was mich in meiner Meinung bestärkt, dass es ein guter Film fürs Fernsehen oder Streaming ist.

Über die vorhandenen Logiklöcher schimpfe ich diesmal nicht, sie sind genrebedingt und im Gesamtbild nicht besonders störend. Ein netter Bonus ist das Auftreten von Kiefer Sutherland, der im Orginal noch einen Arztstudenten gespielt hat, als leicht arroganten und fähigen Arzt.

Es ist ein unterhaltsamer Film für eine neue Generation ohne echte Höhepunkte, ansehen und vergessen.
Schade für die Älteren, vielleicht egal für die Jungen.

© Johann Hoffmann, Fotos: Sony Ent.

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