Plötzlich Santa

Snekker Andersen og Julenissen
Seit 16. November 2017 im Kino

Regie: Terje Rangnes

Andersen: Thor Michael Aamodt
Frau Andersen: Ingeborg Raustøl
Tone: Ella Lockert
Sverre: Anders Pedersen
Karl: Thias Salberg
Weihnachtsmann: Anders Baasmo Christiansen
Frau Weihnachtsmann: Johanna Mørck
Nissegut: Filip Lubbock-Myrseth

In der Weihnachtszeit lieben die Menschen kleine Wunder. Aus eben jenen Grund dürfen Weihnachtsfilme auch immer etwas märchenhaft gestaltet sein, von wundersamen Begegnungen erzählen und mit einer kitschigen Ausstattung glänzen. Der norwegische Film „Plötzlich Santa“ von Terje Rangnes erfüllt genau diese Anforderungen und beschert der gesamten Familie stimmungsvolle Unterhaltung.Die Geschichte handelt von Tischler Andersen (Thor Michael Aamodt), der das Weihnachtsfest seit früher Kindheit an liebt. Jedes Jahr verkleidet er sich mit weißem Rauschebart und rotem Mantel, um seine Familie an Heiligabend zu überraschen. Seine Tochter Tone (Ella Lockert) und ihr Bruder Sverre (Anders Pedersen) glauben schon lange nicht mehr an den Weihnachtsmann. Nur der sechsjährige Karl (Thias Salberg) scheint ganz nach seinem Vater zu kommen.

Nachdem es während der Weihnachtszeit zu einem chaotischen Zwischenfall gekommen ist, muss Andersen seiner Frau (Ingeborg Raustøl) versprechen, dass ez in diesem Jahr nicht wieder eine Aktion als Weihnachtsmann plant. Aber Andersen kann einfach nicht anders. Er packt die Geschenke zusammen, die er mit einem Schlitten und natürlich als Weihnachtsmann verkleidet seinen Kindern bringen will. Dabei rutscht der Tollpatsch auf dem Glatteis vor der Tür aus und fährt mit dem Schlitten ungebremst den Berg hinunter, bis er von einem Baum gebremst wird.

Völlig überraschend trifft er nach seinem Unfall auf den echten Weihnachtsmann, der Andersens Dilemma erkennt und ihm kurzerhand einen Tausch vorschlägt: Andersen soll die Familie des Weihnachtsmannes besuchen, die noch nie einen echten Tischler gesehen habe. Zur gleichen Zeit will der Weihnachtsmann Familie Andersen bescheren. Beide Familien erwartet ein unvergesslicher Weihnachtsabend voller Wunder und Magie.

In malerisch-verträumter Kulisse nimmt die Weihnachtsgeschichte, die leicht zu überblicken ist, ihren Lauf. Trotz der vorhersehbaren Momente ist der Film zauberhaft inszeniert und spart übertriebene Situationen aus. Die Kulissen wirken durch ihre minimale Ausstattung sehr natürlich, versprühen aber dennoch ausreichend Atmosphäre. Ohne großen Prunk wird eine zauberhafte Geschichte erzählt, die alltägliche Themen behandelt. Die unterschiedlichen Ansichten von Kindern und Erwachsenen finden dabei ebenso ihre Erwähnung, wie der Streit zwischen Geschwistern.

Der Glaube an die Weihnachtszeit wird groß geschrieben und in dem Heim der Weihnachtsfamilie bebildert. Dabei wird deutlich, dass auch die Kinder von Santa nicht mit Glück überschüttet sind, sondern auch alltäglichen Sorgen kennen. Die Gegenüberstellung der Familien gelingt spielerisch und zeigt, was wirklich wichtig ist.

„Plötzlich Santa“ ist ein wunderschöner Weihnachtsfilm für die ganze Familie, der mit wenig Dekoration, aber sehr viel Herz unterhält und verzaubert.

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