Anna Karenina

Anna Karenina
UK 2012
www.annakarenina-film.de

Regie: Joe Wright

Keira Knightley – Anna Karenina
Jude Law – Karenin
Aaron Taylor-Johnson – Wronski
Kelly Macdonald – Dolly
Alicia Vikander – Kitty
Olivia Williams – Gräfin Wronski
Matthew Macfadyen – Oblonski
Domhnall Gleeson – Levin
Emily Watsan – Gräfin Lydia

 

 

 

Schwere russische Literatur? Nicht mein Fall. Mitreden können? Viel eher mein Fall.
Nur deshalb bin ich in das Drama „Anna Karenina“ gegangen. Unwissend, ohne etwas zu erwarten, einfach so.
Und peng! Der Knaller des Jahres für mich – in der Kategorie Drama/Romanverfilmung der beste Film des Jahres.

Regisseur Joe Wright findet eine besondere Bildsprache um Leo Tolstois Roman filmgerecht aufzuarbeiten.
Der größte Teil spielt im Theater, mal vor der Bühne, mal auf der Bühne, mal beim Umbau, dabei befinden sich die Charaktere aber in ihrem Leben und nehmen das Theater nicht als solches wahr. Eine sehr schöne Analogie zum Leben der Adeligen und Reichen aus der damaligen russischen Zeit.


Das ganze ist so lebendig, flüssig und charmant umgesetzt, dass die Augen gar nicht wissen, wo sie zuerst hinsehen sollen. Dabei wird die Handlung so geschickt eingewebt, dass sogar ich behaupte, alles verstanden zu haben. Was mir erst nach ein paar Sekunden erstaunten hinguckens klar wurde: Jude Law spielt Karenin, den Ehemann von Anna Karenina. Meine Güte, schöne Menschen kann ja bekanntlich nichts entstellen, aber hier hat sich die Maske wirklich Mühe gegeben. Dabei ist er nicht komplett verunstaltet worden, aber seht am besten selbst.

Ganz anders die schöne Keira Knightley, die mal wieder in hübsche Kleider gezwängt wurde und die selbst in traurigsten Momenten eine wundervolle Aura ausstrahlt.

Die außergewöhnlichen Tanzszenen lösten sogar bei mir Tanzunliebhaber Entzücken aus. Wundervolle Choreographien und eine großartige Kameraführung. Einfach toll, wenn Anna z.B. mit Vronski durch den Saal schwingt.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist dann aber doch ebenjener Vronski, gespielt von Aaron Taylor-Johnson. Ein ziemlich langweiliger Schönling, ohne besonderes Charisma, den ich an Annas Stelle nicht genommen hätte und den ich auch so schnell wieder vergessen habe. Vronski soll die Verkörperung von Verführung und Sexappeal sein? Da hätte ich mir einen anderen Schauspieler lieber gewünscht. Frauen dürfen hier gern eine andere Meinung äußern, dann aber bitte mit Begründung, was ihn attraktiv macht.

Fazit: Keira Knightley brilliert in dem phantastischen Film und überzeugt mich mal wieder, dass es sich lohnen kann, in vermeintlich schweren Stoff (russischer) Schriftsteller einzutauchen.
Unbedingt ansehen!

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Sightseers

An alle Berliner.

Heute abend 20:30 läuft bei der monatlichen Komischen Filmnacht die fiese britische Komödie „Sightseers“.

Filmtheater am Friedrichshain
Bötzowstr. 1-5
10407 Berlin
Eintritt: 7,50 Euro (ermäßigt: 6,50 Euro)

 

 

 

Der Film wurde schon sehr erfolgreich beim Fantasy Filmfest als Eröffnungsfilm gezeigt – er ist also nicht ganz blutarm, aber sehr witzig.

 

Zum inhalt: Tina lebt mit Mitte 30 noch bei der Mutter. Als sie Chris kennenlernt, ändert sich ihr Leben. Er lädt sie auf eine Tour mit dem Wohnmobil durch Yorkshire ein. Tinas Mutter versucht mit aller Kraft  dieses Vorhaben zu sabotieren – doch selbst ein vorgetäuschter Schlaganfall hält Tina nicht von ihren Plänen ab. Die Frischverliebte zieht mit gepacktem Koffer inklusive eigens gehäkelter altrosa Reizwäsche von dannen. Was Tina jedoch nicht ahnen kann: Ihr angebeteter Chris ist ein psychopathischer Serienkiller. Die beiden begeben sich auf eine mörderische Odyssee, die sich von Leiche zu Leiche bis zum fulminanten Finale hangelt.

 

Und für alle Leipziger:

Am 13. Dezember 2012 um 21.00 Uhr gibts das ganze in den Passage Kinos
Hainstr. 19a, 04109 Leipzig
Eintritt: 8 Euro (ermäßigt: 6 Euro)

 

Viel Spaß!

Breaking Dawn Teil 2

Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2

22. November 2012
www.breakingdawn2-derfilm.de

Regie: Bill Condon

Kristen Stewart – Bella Swan
Robert Pattinson – Edward Cullen
Taylor Lautner – Jacob Black
Mackenzie Foy – Renesmee
Michael Sheen – Aro
Billy Burke – Charlie Swan

 

 

 

 

In Teil 2 erwacht Bella völlig verwandelt. Jetzt ist sie Mutter und endlich auch…ein Vampir. Während sich die neugeborene Bella nie lebendiger gefühlt hat und ihr Ehemann Edward sich über die Schönheit seiner Frau, ihre Geschwindigkeit und ungewöhnliche Selbstbeherrschung freut, ist nun das Schicksal von Jacob .. auf ewig mit Bellas außergewöhnlicher Tochter Renesmee verknüpft. Die Geburt eines so seltenen Geschöpfs schweißt die Großfamilie noch stärker zusammen, wird aber bald auch gefährliche Kräfte entfachen, die jeden aus dieser Familie mit dem Tod bedrohen. (gekürzt aus dem Pressetext)

Bella und Edward – jetzt beide Vampire

 

Endlich der Abschluß der Twilight-Saga. DIe Fans (wahrscheinlich zu 90% Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren) warten sehnsüchtig darauf, unsereins freut sich, dass es endlich zu Ende ist.

Dabei ist Breaking Dawn (Bis(s) zum Ende der Nach) nur deshalb so schlecht, weil das Buch auf eben zwei Teile aufgeplustert wurde und auch jetzt beim letzten, also zweiten Teil, viel Luft und Langeweile drinsteckt.
Aber wenigstens gibt es eine zum Brüllen komische Szene des Werhündchens Jacob, wenn er Vater Swan die dunkle Seite der Macht von Tochter Bella nahezubringen versucht. Davor entdeckt Bella ihre Kräfte, danach kommt es endlich zur Endschlacht.

Jacob, der Werwolf

Zwischendrin etwas Kitsch und Schmonzette. Alles vorhersehbar, alles banal, alles irgendwie nur gerade noch so für die Zielgruppe geeignet. Gerade das junge weibliche Publikum hat es diesmal nicht so gut, denn Vampir Edward spielt – dem Buch entsprechend nur eine untergeordnete Rolle. Robert Pattinson spielt Edward wiederum leider nur – Achtung Kalauer! – blutleer.

alle glücklich vereint…

 

 

 

 

 

 

Wären doch wenigstens die Bösen fies genug, um wirklich als Bedrohung wahrgenommen zu werden, aber nein, auch sie haben in diesem Abschlußteil nur die Aufgabe als KanonenHundefutter zu dienen.

Dabei hatte Dakota Fanning als Jane samt Filmbruder Alec (Cameron Bright) in den vorherigen Teilen das Potential, animalische und bösartige Gewalt in den Film zu bringen und damit die Motivation für Bella und Edward zu steigern. Aber Pustekuchen! Aro (Michael Sheen), das Oberhaupt des Volturi Clans hat als einziger etwas zu sagen.

 

Fazit: Ich bin für den FIlm zu alt, vom falschen Geschlecht und habe schon zu viele Filme dieser Art gesehen.
Ich würde mich freuen, wenn sich jemand von der erwarteten Zielgruppe mit einem Kommentar meldet, vielleicht sehe ich das einfach nur ganz falsch.

Cloud Atlas

Cloud Atlas ist bei Amazon als Blu-ray und DVD erhältlich.

Kann eine Romanverfilmung schiefgehen, wenn großartige Schauspieler beteiligt sind? Ja, klar.
Kann eine Romanverfilmung schiefgehen, wenn große Namen Regie führen? Ja, sicher.
Kann eine Romanverfilmung schiefgehen, wenn das Budget über 100 Millionen Dollar beträgt? Oh ja!

Ist die Verfilmung von David Mitchells „Wolkenatlas“ durch Tom Tykwer und Lana & Andy Wachowksi mit Tom Hanks, Halle Berry, Hugo Weaving, Susan Sarandon und Doona Bae in den Hauptrollen schiefgegangen?

 

Nein!
Meiner Ansicht nach.

Dem Roman entsprechend ist Cloud Atlas kein einfacher Film, die Erzählstruktur ist gelinde gesagt komplex.
Die umspannte Zeit wahrscheinlich 1000 Jahre. Sechs verschiedene Geschichten werden erzählt.
Die Schauspieler tauchen ständig in neuen Rollen auf. Die Genres wechseln sogar innerhalb der Einzelteile.

All das macht Cloud Atlas gleichzeitig besonders und kompliziert. Kein Wunder, dass sich Hollywood nicht richtig an die Finanzierung getraut hat. Der Durchschnittsami ist wahrscheinlich mit dem Film einfach überfordert.
Gut, 160 Minuten sind ja auch wirklich lang.
Aber – alles was vorkommt und erzählt wird, ergibt einen Sinn, alles gehört rein, alles bildet ein wahres Epos.
Sowohl das Historiengeschichte, als auch die Science-Fiction Teile, die Komödie und das Drama, der Krimi, die Schwulenbefreiung und der Öko“kram“.
Wir Europäer sollten es uns zutrauen, mal über die Standardneunzigminuten hinauszusehen und unseren Horizont um eine phantastische Geschichte zu erweitern, Schauspieler, die sich wirklich verwandeln, bewundern und Babelsbergs Fähigkeit, Spezialeffekte auf Weltniveau zu zaubern, bestaunen.

Manchmal ist Cloud Atlas ein bisschen zu bemüht, einzelne Episoden haben einen dicken erhobenen Zeigefinger und viele der von den drei Regisseuren, die auch das Drehbuch aus der Romanvorlage gestrickt haben, eingebauten tieferen Bedeutungen bleiben entweder doch im oft zu sehenden Ozean verborgen oder sind zu offensichtlich, dass „tief“ maximal Pfützenniveau hat.
Dennoch bleibe ich beim übergreifenden „Nein, es ist nicht schiefgegangen.“ Es ist kein neues „Matrix“ und auch kein „Lola rennt„, aber es ist ein großer Film für unsere Zeit, ein Film über den wir sprechen werden.

 

Ich bin vollkommen unvorbereitet ins Kino gegangen, ein Glück, wie ich im Nachhinein denke, denn mein Staunen und vor allem die Aha-Effekte waren viel größer, als wenn ich mich vorher informiert hätte.
Aus diesem Grund verzichte ich darauf, den Kurzinhalt wiederzugeben.
Gebt dem Film eine Chance und lasst Euch in eine großartige Wolke aus epischen Stoffen fallen. Entknotet selbst die Fäden, die gesponnen werden und seid doch überrascht, wenn sich alles zum Schluß ordnet.

Seht Cloud Atlas!

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Wrong – ICoFF

Asche auf mein Haupt! Hätte ich doch fast eine Ankündigung für alle Berliner und Leipziger vergessen.
Es gibt am kommenden Mittwoch (7.11. Berlin) und Donnerstag (8.11. Leipzig) wieder eine Komödie vom ICoFF, die Ihr Euch nicht entgehen las

sen solltet.
Der Film heißt einfach nur „Wrong“ und ist vom Macher von „Rubber“:
Dolph stellt eines Morgens fest, dass sein geliebter Hund verschwunden ist und versucht verzweifelt ihn wiederzufinden. Soweit der rational nachvollziehbare Teil des zweiten Spielfilms vom französischen Filmmacher und Musiker Quentin Dupieux mit dem treffenden Titel WRONG. Falsch erscheint so einiges: Dolphs Wecker klingt um 7.60 Uhr, in seinem Vorgarten verwandelt sich über Nacht eine Palme in eine Kiefer und im örtlichen Reisebüro regnet es immer. Dann erfährt er das ein geheimnisvoller Meister Chang seinen Hund gekidnappt hat. Durch Telepathie will Dolph Kontakt zu ihm aufnehmen.
Allzu viel Logik ist nicht zu erwarten, dafür um so mehr Spaß – wenn Ihr denn Euren Hintern ins Babylon Kreuzberg in der Dresdner Straße schwingt, oder in Leipzig in die Passage Kinos.
Ich will nichts Falsches behaupten, aber ich denke, ich könnte für Euch noch zwei Freikarten rausholen. (Mail an gewinn @ schwarzlicht. tv)
Wenn es nicht bei mir klappt, probiert es doch gern auch mal hier:

http://www.comedyfilmfestival.de/

James Bond Skyfall Start – Nachtrag

Der neue James Bond scheint nicht nur mir zu gefallen:

2,1 Mio Besucher am Startwochenende
(inkl. Previews)
Bester Filmstart des Jahres

Bester Start eines Bond-Films aller Zeiten

Bester Start in der Verleihgeschichte von Sony Pictures

Herzlichen Glückwunsch! Hoffentlich wird Bond24, 25, 26… genauso gut!

Der Hobbit – Eine Unerwartete Reise – Vorverkaufsstart

Ab heute 02.11.2012 startet der Vorverkauf für „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“.
Warner bringt den ersten Teil von Peter Jacksons „Der Hobbit“-Trilogie am 13. Dezember 2012 ins Kino.

Wird auch langsam Zeit – gerade erst habe ich die drei Herr der Ringe Teile noch mal auf Blu-Ray gesehen.
Jetzt will ich endlich den Hobbit in groß und 3D…

Laut Pressinfo können sich Hobbit-Fans die Zeit bis zum Kinostart mit zahlreichen Apps vertreiben und z.B. mit dem Wallpaper Generator eigene Profilbilder und Wallpaper für ihr Smartphone oder Facebook erstellen. Des Weiteren wird auf Facebook regelmäßig ein Fan der Woche gekürt und beim Charakter Quiz kann man mit etwas Glück sogar eine Reise zur Weltpremiere in Neuseeland gewinnen.

http://www.DerHobbit-EineUnerwarteteReise.de

James Bond – Skyfall

 

ab 01.November 2012 im Kino
http://www.skyfallfilm.de

Regie: Sam Mendes

Daniel Craig – James Bond
Judi Dench – M
Ralph Fiennes – Gareth Mallory
Javier Bardem – Silva
Naomie Harris – Eva
Bérénice Marlhohe – Severine
Ben Whishaw – Q

In Skyfall wird Bonds Loyalität gegenüber M auf eine harte Probe gestellt, als seine Vorgesetzte von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Als der MI6 unter Beschuss gerät, muss 007 die Angreifer aufspüren und unschädlich machen, ohne Rücksicht auf den Preis, den er selbst dafür zahlen muss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

James Bond Filme leben auch von ihren spektakulären Außenaufnahmen und beeindruckenden, meist futuristischen Sets. Skyfall hat davon alles, was das Fan Herz höher schlagen läßt.

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem natürlich wie immer eine Prise Erotik und Schießereien (blutlos, wenn es keine Rolle für die Handlung spielt).

 

 

 

 

 

 

 

Ein Bond ist maximal so gut, wie sein Gegenspieler. Bei Silva (Javier Bardem) entstand endlich mal wieder das Gefühl eines ernstzunehmenden Gegners. Nicht zu vergessen das Bond Girl, leider etwas zu kurz zu sehen für meinen Geschmack.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber es gibt ja noch die zweite weibliche Hauptrolle: Eva – die erste ist natürlich M! Schließlich dreht sich der halbe Film um sie. Sowohl Bond als auch Silva wollen nichts lieber als ihre Anerkennung.
Ein tragendes Motiv in diesem 23. Bond Film.

 

 

 

 

 

 

 

Einen echten James-Bond-Film zeichnen auch immer wieder Verfolgungsjagden auf verschiedensten Gefährten aus. Skyfall zeigt sich klassisch – ein bisschen Motorrad, ein bisschen Auto, aber das der legendäre Aston Martin wieder dabei ist, dürfte jeden Fan freuen…

Erstaunlich dicht und überzeugend dieser neue Bond, nachdem ich am Anfang nicht nur mit Daniel Craig sondenr vor allem mit der Ironi- und Gadgetfreiheit meine Probleme hatte. Bond wurde zum einfachen Actionhelden – und da gab es genug andere, die mehr überzeugten.
Jetzt hat sich das Blatt gewendet und 007 has returned mehr denn je.
Viele Anspielungen auf die alten Filme, der Umgang mit dem modernen Tema Terror und eine überzeugende Regie-und Schauspielarbeit lassen diesen Bond Film manchmal fast wie ein Drama wirken, ohne dabei aber in Langeweile abzutauchen, Bond ist zwar immer noch der Macho und Lebemann, der die Bondgirls vernascht, aber er hat nachvollziehbare Gefühle und zweifelt auch an sich. (Natürlich nicht zu viel, z.B. wenn er am Schießstand zitternd die Zielscheibe nur ansatzweise trifft und einfach genervt schießend in Richtung ZIel läuft und danach trotzdem denkt, den Test einfach so bestanden zu haben)

M (Judi Dench) spielt diesmal eine echte Rolle, was auf jeden Fall ein Gewinn für alle ist. Auch sie hat jetzt eine Vergangenheit, an der nicht nur sie, sondern auch Bond und der gesamte MI6 zu knabbern haben werden….

Fazit: „Skyfall“ ist der beste der drei Craig-Bonds und einer der besten Bond-Filme überhaupt.
50 Jahre Mühe geben hat sich gelohnt.

Bilder/Video: Sony Pictures Text: Johann Hoffmann

Wolverine

Bevor nächstes Jahr im Sommer „Wolverine“ ins Kino kommen wird, hatte Hugh Jackman gestern (29.10.2012) erstmal einen anderen Job: Fans beim Live Chat Rede und Antwort stehen.

Hier das Video dazu:

Und hier die Ankündigung der beiden http://youtu.be/bJ0TysDdbBk

 

Viel Spaß!

DREDD 3D

ab 15.November 2012 in 3D im Kino
http://www.dredd-film.de/

Karl Urban
Olivia Thirlby
Lena Headey
Wood Harris
Domhnall Gleeson

 

Mega City One – eine gigantische Metropole voller Gewalt, Chaos und Verbrechen inmitten des düsteren und zerfallenen Amerikas. Die Bewohner leiden und immer mehr verfallen der neuen Droge Slo-Mo, die sie die Realität in extremer Zeitlupe erleben lässt. Einzig und allein die „Judges“ können gegen die Verbrechen in ihrer Stadt ankämpfen, nur sie haben die Macht als Richter und Vollstrecker für Recht und Ordnung zu sorgen. Dredd (Karl Urban), will die Stadt von ihren Plagen befreien. Zusammen mit Rekrutin Cassandra Anderson (Olivia Thirlby), nimmt er den Kampf gegen Ma-Ma (Lena Headey), eine Drogenbaronin, auf. Als Dredd und Anderson einen Handlanger aus ihrem skrupellosen Clan zu fassen kriegen, entfacht Ma-Ma einen erbitterten Krieg, in dem sie vor nichts zurückschreckt…. Die Zahl der Todesopfer steigt und auch Dredd und Anderson müssen in diesem erbarmungslosen Kampf an ihr Äußerstes gehen, um am Leben zu bleiben…. (aus dem Pressetext)

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerade bei Actionfilmen ist es oft auffällig und immer wieder schade: Die Actionhelden folgen einer erzwungenen Drehbuchlogik und nicht dem gesunden Menschenverstand, oder dem, was wir als Computerspieler schon in Level 1 lernen – Waffen des erledigten Gegners mitnehmen, besonders wenn es keine Aussicht auf Nachschub gibt und das Level noch vor einem liegt. Dann wäre aber der schlechte Plot gleich gänzlich futsch.

 

So leider auch bei Dredd 3D, der im November ins Kino kommt. In der Titelrolle angeblich Karl Urban. Sicher bin ich mir da aber nicht, denn Titelheld Judge Dredd setzt nie seinen Helm ab. Macht aber nichts, denn die paar Oneliner, die er zu sagen hat, schafft jeder andere auch mit heruntergezogener Lippe locker. Außerdem liegt der Fokus des Films auf brutalen und brutalsten, blutigen und ekligen Actionszenen (was mich alles nicht stören würde, hätte der Film noch andere Attribute).

 

 

 

 

 

 

 

Sowohl seine unerfahrene Mitstreiterin Anderson, als auch die fiese Drogenclanchefin sind Beiwerk und werden nur immer mal wieder zu banalen dramaturgischen Zwecken ins Bild geschoben, auch hier von Logik selten eine Spur.

Die blutspritzenden Actionsequenzen sind teilweise – ja, ich weiß, das beißt sich eigentlich – ästhetisch sehr ansehnlich, machen den Film aber nicht gut. DREDD 3D ist abgesehen von ein paar wenigen faszinierenden slow-motion Rausch-Szenen schlecht. Er ist nicht mal grottig wie das Original mit Sly Stallone, sondern nur mißlungen.

Dauerpubertierende Jungs wird es nicht stören und sie werden sich an aufwendigen Schießereien, Unmengen von CGI Effekten und explodierenden Körperteilen ergötzen. Ich habe mich eher geärgert.

Wenn schon abgeschottete Hochhausaction mit hohem Kampf- und Brutalitätsfaktor, dann lieber „The Raid: Redemption“. Da geht’s mehr und für den Zuschauer packender ab, die Schmerzen aller Akteure erscheinen fühlbar, wobei die Handlung genauso nebensächlich ist.

Mein Fazit: Dredd 3D ist eventuell eine stimmige Comicumsetzung, aber trotzdem ein schlechter Film.
Ist den hohen Preis für 3D Filme nicht wert!

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