Der König der Löwen

The Lion King
disney.de/filme/der-koenig-der-loewen-2019
ab dem 17. Juli 2019 im Kino

Regie: Jon Favreau

Originalsprecher: Donald Glover, Beyoncé Knowles-Carter, James Earl Jones, Chiwetel Ejiofor, Alfre Woodard, John Oliver, John Kani, Seth Rogen, Billy Eichner, Eric André,

In den unendlichen Weiten Afrikas wird ein künftiger König geboren: Simba, das lebhafte Löwenjunge, vergöttert seinen Vater, König Mufasa, und kann es kaum erwarten, selbst König zu werden. Doch sein Onkel Scar hegt eigene Pläne, den Thron zu besteigen und zwingt Simba, das Königreich zu verlassen und ins Exil zu gehen. Mit Hilfe eines ausgelassenen Erdmännchens namens Timon und seines warmherzigen Freundes, des Warzenschweins Pumbaa, lernt Simba erwachsen zu werden, die Verantwortung anzunehmen und in das Land seines Vaters zurückzukehren, um seinen Platz auf dem Königsfelsen einzufordern. (Pressetext)

A FUTURE KING IS BORN – In Disney’s all-new “The Lion King,” Simba idolizes his father, King Mufasa, and takes to heart his own royal destiny. Featuring JD McCrary and Donald Glover as young Simba and Simba, “The Lion King” roars into U.S. theaters on July 19, 2019. ©2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

1994 erschien der 32. abendfüllende Zeichentrickfilm “Der König der Löwen“ der Walt Disney Studios. Die Geschichte des Löwenjungen Simba, der nach der Entzweiung seiner Familie von einem Warzenschwein und einem Erdmännchen aufgezogen wurde, gilt als erfolgreichster Zeichentrickfilm des Studios. Unter der Regie von Jon Favreau kommt nun das gleichnamige Realfilmremake in die Kinos.

THE LION KING - Featuring the voices of James Earl Jones as Mufasa, and JD McCrary as Young Simba, Disney’s “The Lion King” is directed by Jon Favreau. In theaters July 29, 2019...© 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Zu den Klängen von “The Circle of Live“ wird den Tieren Afrikas der Löwenjunge Simba präsentiert, der eines Tages seinem Vater Mufasa auf den Thron folgen wird. Der kleine Löwe kann es kaum erwarten, selbst König zu sein, um seine eigenen Interessen zu verfolgen. Doch sein Onkel Scar hegt dunkle Pläne, um selbst König zu werden. Er lockt Simba dafür in eine Falle, um sich dem lästigen Nachwuchs zu entledigen. Als Mufasa seinen Sohn aus einer brenzligen Situation rettet, verbrüdert sich Scar mit den Hyänen, die er für seine Zwecke zu missbrauchen weiß. Es kommt zu einem grausamen Zwischenfall, an dem sich Simba die Schuld gibt. Auf Drängen Scars hin verlässt er das Königreich und wird wenig später völlig entkräftet von Erdmännchen Timon und Warzenschwein Pumbaa gefunden.

THE LION KING - Featuring the voices of John Oliver as Zazu, and JD McCrary as Young Simba, Disney's "The Lion King" is directed by Jon Favreau. In theaters July 19, 2019...© 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Im Zusammenleben mit Timon und Pumbaa lernt Simba erneut, dass allen Tieren Respekt gezollt werden muss, was ihn einst bereits sein Vater lehrte: “Wir fressen Antilopen, aber wenn wir sterben, werden wir zu Gras, was die Antilopen fressen“. So wird der Kreislauf des Lebens für die kleinen Zuschauer erläutert und im späteren auch bebildert.

THE LION KING - Featuring the voices of JD McCrary as Young Simba and Shahadi Wright Joseph as Young Nala, Disney’s “The Lion King” is directed by Jon Favreau. In theaters July 19, 2019. © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Während Simba zu einem stattlichen Löwen heranwächst, herrscht Scar über die Löwen. Nala, Simbas Freundin aus Kindheitstagen, lehnt sich gegen den König auf. Sie macht sich auf die Suche nach Simba, den sie in friedlicher Koexistenz mit anderen Tieren im Dschungel ausfindig macht. Trotz der immer noch großen Zuneigung zu Nala weigert sich Simba, ihrem Drängen nach Hilfe nachzukommen.

THE LION KING - Featuring the voices of Florence Kasumba, Eric André and Keegan-Michael Key as the hyenas, and Chiwetel Ejiofor as Scar, Disney’s “The Lion King” is directed by Jon Favreau. In theaters July 19, 2019. © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Nachdem Nala zurück in ihr Königreich gekehrt ist, stößt Simba auf den weisen Rafiki, der ihn an seine Wurzeln und das Mantra seines Vaters erinnert. Simba erkennt, dass er seinen Platz einnehmen muss. Gemeinsam mit Nala, Timon und Pumbaa bietet er Scar die Stirn und erkämpft sich seinen Thron, um für sein Reich eine neue Welt zu erschaffen.

THE LION KING - Featuring the voices of JD McCrary as Young Simba, Billy Eichner as Timon and Seth Rogen as Pumbaa, Disney’s “The Lion King” is directed by Jon Favreau. In theaters July 19, 2019. © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Drehbuchautor Jeff Nathanson (“Catch Me If You Can“) hat die bekannte Geschichte von Irene Mecchi, Jonathan Roberts und Linda Woolverton mit neuen Facetten versehen. Jon Favreau, der bereits 2016 mit “The Jungle Book“ einen Zeichentrickklassiker mit modernster Computertechnik neu adaptierte, verzaubert nun mit “Der König den Löwen“ die ganze Familie. Jung und alt treffen auf alte Bekannte wie natürlich Simba und Nala, sowie Timon und Pumbaa, aber auch den Rotschnabeltoku Zazu, der seinem Zeichentrickvorbild mehr als gerecht wird. Abgerundet wird das tierische Ensemble von dem weisen Mandrill-Schamanen Rafiki, der Simbas Leben sowie den Sternenhimmel nie aus den Augen lässt.

THE LION KING - Featuring the voice of John Kani as Rafiki, Disney’s “The Lion King” is directed by Jon Favreau. In theaters July 19, 2019. © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

130 Animatoren aus 30 Ländern haben die beeindruckend echt aussehenden Tiere zum Leben erweckt. Jede Figur, die ungefähr neun Monate in Anspruch nahm, wurde aus Skizzen, realen Vorbildern sowie denen aus dem Zeichentrick-Original entwickelt. Die Filmemacher arbeiteten eng mit den Tierzuchtwissenschaftlern in Disney’s Animal Kingdom (Orlando, Florida) zusammen und filmten vor Ort circa 75 Prozent der Tiere in einem natürlichem Umfeld, die den Animatoren bei MPC Film als Referenz dienten. Gleichzeitig wurden auch Tierlaute aufgenommen, um sie im späteren Film zu verwenden.

THE LION KING - Featuring the voice of Alfre Woodard as Sarabi, Disney’s “The Lion King” is directed by Jon Favreau. In theaters July 19, 2019. © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Die (menschlichen) Lippenbewegungen vermischen sich mit den animalischen Bewegungsabläufen, sodass die Dialoge nicht störend wirken. Das Gleiche gilt für die Gesangseinlagen der bekannten Songs, die bereits beim Zeichentrickfilm für Begeisterung sorgten. Die weitläufigen Landschaftsbilder, für die James Chinlund verantwortlich ist, laden nahezu zum Träumen ein und verleihen dem Film über weite Strecken einen Dokumentationscharakter. Durch pfiffige Sprüche und Gesangseinlagen wird der Handlung eine magische Ebene verliehen, die dem Disneyfan entspricht.

THE LION KING - Featuring the voices of Beyoncé Knowles-Carter as Nala and Donald Glover as Simba, Disney’s “The Lion King” is directed by Jon Favreau. In theaters July 19, 2019. © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Natürlich darf auch die unvergessliche Musik von Oscar®- und Grammy-Preisträger Hans Zimmer nicht fehlen, der bereits den Score des Originals von 1994 komponierte. Hinzu kommen die Songs von Superstar Elton John und Texter Tim Rice (Oscar®- sowie Grammyprämiert: „Can You Feel the Love Tonight“) sowie afrikanische Klänge des südafrikanischen Produzenten und Komponisten Lebo M („Rhythm of the Pride Lands“).

Fazit: “Der König der Löwen“ ist ein großartiges Abenteuer, das den Kreislauf des Lebens, mit Verrat, Erwachsenwerden, Tod und Wiedergeburt auf anschauliche Art und Weise miteinander vereint und mit beeindruckenden Tieranimationen unterhält.

© Sandy Kolbuch, Fotos: © 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved

Spider-Man: Far From Home

ab dem 4. Juli 2019 im Kino auch in 3D
www.sonypictures.com/movies/spidermanfarfromhome

Regie: Jon Watts

Peter Parker / Spider-Man: – Tom Holland
MJ: – Zandaya
Quentin Beck / Mysterio: – Jake Gyllenhaal
Nick Fury: – Samuel L. Jackson
Happy Hogan:- Jon Favreau
Maria Hill: – Cobie Smulder
May Parker:- Marisa Tomei
Ned Leeds:- Jacob Batalon

Nach dem spektakulären „Spider-Man: Homecoming“ kehrt Peter Parker mit SPIDER-MAN: FAR FROM HOME in einem neuen, sensationellen Abenteuer zurück! Diesmal ist es Avengers-Ikone Samuel L. Jackson („Avengers: Infinity War“, „Glass“) alias Nick Fury, der die Unterstützung des jungen Helden anfordert..(Pressetext)

Selten war es so schwer, etwas über einen Film zu sagen und dabei nicht zu spoilern, wie bei “Spider-Man: Far From Home“. Nur ein kleiner Hinweis auf eine bestimmte Situation oder die Beweggründe einer Person, könnten diesmal zu viel verraten.

Die Filmhandlung beginnt kurz nach den Ereignissen in “Avengers: Endgamer“. Die Welt und auch Peter Parkers Schulkameraden trauern um die verstorbenen Helden. Die ganze Welt scheint sich zu fragen, wer nun zu ihrer Rettung eilt, wenn die Erde erneut von einer übermenschlichen Gefahr bedroht wird.

Peter, der Tony Starks Vermächtnis in den Händen hält, hadert mit seinem Superhelden-Ego. Nur einmal möchte er Teenager sein und die Klassenfahrt durch Europa genießen. Und vor allem, seiner Klassenkameradin MJ (Zendaya) seine Gefühle gestehen.

Doch kaum ist die Klasse bei einem ersten Stopp in Venedig gelandet, muss Peter sein Heldenkostüm überstreifen und die Bewohner vor einem mysteriösen Angriff schützen. Als er kurz darauf unerwartet Besuch von Nick Fury (Samuel L. Jackson) bekommt, der ihn für eine Mission gewinnen will, weigert sich Peter zunächst.

Doch mit dem Zuspruch von Maria Hill (Cobie Smulder) und des neuen Superhelden Mysterio (Jake Gyllenhaal) besinnt sich Peter. Gemeinsam mit einem neuen Team macht er Jagd auf übermenschliche Gegner und erlebt dabei eine große Überraschung.

Tom Holland, der seinen ersten Leinwandauftritt 2016 in “The First Avenger: Civil War“ absolvierte und anschließend in seinem Soloabenteuer “Spider-Man: Homecoming“ sowie in dem finalen “Avengers“-Teilen “Infinity War“ und “Endgame“ eine Rolle spielte, ist sichtlich erwachsen geworden.

Noch immer bewahrt sich der mittlerweile dritte Spider-Man seinen jugendlichen Charme und verleiht dem Franchise dadurch eine frische Prise Humor, gepaart mit altersbedingter Naivität. Dennoch ist Holland in seiner Rolle angekommen, die er mit Ausnahme des Spagats „Erwachsen geworden – Pubertrierender Teenager“ perfekt ausfüllt. Dazu weiter unten mehr. Dass ein Großteil der Szenen sehr comichaft daherkommen, ist mehr als nur gewollt und wird dem Genre gerecht.

Mit über zwei Stunden Laufzeit weist der Film eine straffe Handlung auf, die kurzweilig über die Leinwand flimmert und die Spannungskurve konstant oben hält. Die Actionszenen können sich, wie man es von einem Marvelfilm gewöhnt ist, sehen lassen. Zwischendurch wird es aber auch einmal etwas ruhiger und mitunter sogar etwas teenagerhaft romantisch.

Regisseur Jon Watts knüpft mit der Fokussierung auf dem “Blip“ (eine fünfjährige Abwesenheit der Hälfte der Weltbevölkerung durch Thanos‘ Zutun) wunderbar an die letzten “Avengers“-Filme an und verleiht dieser traumatischen Zeit eine menschliche Perspektive. Ebenso menschlich fällt auch das pubertäre Verhalten des Titelhelden aus, der nun einmal dem Alter geschuldet seine Probleme mit dem Erwachsenwerden hat.

Doch diese Momente sind keineswegs peinlich, sondern berühren auf die süße Art, die einen an die eigene Jugend zurückerinnern lassen. Und genau wegen dieser vielen kleinen Twists, die Spider-Man immer wieder zwischen Alltagssituationen und seinem Job als Superhelden umherspringen lassen, stört es kaum, dass Tom Holland nicht mehr wie 16 Jahre alt aussieht und gefällt der Film nicht nur den eingefleischten Marvel-Fans sondern auch der jüngeren Generation, die sich vermutlich diesmal mit dem Titelhelden besser identifizieren können, als etwa mit “Thor“ oder “Captain America“.

Fazit: “Spider-Man: Far From Home“ ist ein amüsanter, unterhaltsamer Marvelfilm, der diesmal die Problematiken eines Highschoolkids in den Fokus rückt, aber dennoch eben soviel Action und spannende Momente beschert, wie man es von den anderen Filmen aus dem MCU gewöhnt ist.

© Sandy Kolbuch, Johann Hoffmann, Foto: © 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Aladdin

Aladdin
ab 23. Mai 2019 im Kino

Regie – Guy Ritchie
Jasmine – Naomi Scott
Aladdin – Mena Massoud
Genie – Will Smith
Jafar – Marwan Kenzari
Prinz Anders – Billy Magnussen
Iago (Stimme) – Alan Tudyk
Dalia – Nasim Pedrad
Sultan – Navid Negahban
Hakim – Numan Acar

Seit Generationen verzaubern die Abenteuer von Aladdin, der Wunderlampe und der schönen Prinzessin Jasmine die Menschen. Regisseur Guy Ritchie katapultiert die Geschichte jetzt mit seiner rasanten Live Action-Verfilmung ins 21. Jahrhundert. Lassen Sie sich entführen in die märchenhaften Welten der magischen Stadt Agrabah mit seinen Bazaren, Palästen und fliegenden Teppichen, in der Will Smith als der Flaschengeist Genie Wünsche erfüllt…(Pressetext)

Einst wurde die Geschichte von dem Taschendieb “Aladin und die Wunderlampe“ durch das Märchen aus 1001 Nacht bekannt. 1992 erschien der Disney-Zeichentrickklassiker “Aladdin“ im Kino, dessen Geschichte Guy Ritchie (»King Arthur«) nun als Real-Live-Action ins Kino bringt.
Zu arabischen Klängen gleitet ein beeindruckendes Schiff über die Weltmeere, von einem kleineren Schiff aus beobachtet von zwei Kindern. Deren Vater ruft sie zu sich, um ihnen von einer wundersamen Geschichte zu berichten, die sich einst im Orient zugetragen hat.

Aladdin (Mena Massoud) findet die Wunderlampe

In der Stadt Agrabah treibt Taschendieb Aladdin (Mena Massoud) mit seinem langfingrigen Affen Abu sein Unwesen. Sie stoßen auf Prinzessin Jasmine (Naomi Scott), die unerkannt durch die Stadt wandelt. Er rettet sie aus einer Notsituation, bevor er ihr seine ärmliche Unterkunft zeigt. Zur gleichen Zeit schmiedet Großwesir Jafar einen finsteren Plan, um an eine begehrte Wunderlampe zu kommen, die sich in einer Tigerkopf-Schatzhöhle befindet. Wieder im Palast soll Jasmine mit Prinz Anders (Billy Magnussen) vermählt werden. Verzweifelt träumt sie von der Freiheit, als plötzlich Aladdin wieder vor ihr steht. Sie nimmt ihm das Versprechen zu einem nächtlichen Ausflug ab, doch Aladdin wird zuvor von den Palastwachen gefangen genommen.

Um seine Freiheit wiederzuerlangen, muss er für Jafar die verzauberte Wunderlampe aus der Höhle bergen. Doch diese stürzt ein, als Abu einen der verbotenen Schätze berührt. Dank eines fliegenden Teppichs überleben Aladdin und Abu den Einsturz. Als Aladdin die verdreckte Wunderlampe poliert, befreit er den Genie (Will Smith), der ihm drei Wünsche in Aussicht stellt. Aladdin wünscht sich, Jasmine ebenbürtig zu sein, und erfährt ein gelungenes Makeover durch den Flaschengeist, der ihn zum Prinzen macht.

Aladdin (Mena Massoud) trifft auf Genie (Will Smith)

Zurück im Palast ist der Sultan begeistert von dem Prinzen Ali. Doch Jasmine erkennt Aladdin nicht mehr und lehnt seine Gesellschaft ab. Erst als Genie Aladdin wie eine Marionette tanzen lässt, wird die Prinzessin auf ihn aufmerksam. Jafar entlarvt Aladdin und trachtet ihm nach dem Leben. Genie verbündet sich mit Aladdin und Jasmine, um Jafar zu stürzen. Doch dieser nutzt seine magischen Fähigkeiten, um den Sultan auf seine Seite zu ziehen. Er bringt die Wunderlampe und somit den Genie in seine Gewalt. Doch Jasmine ersinnt einen Plan, der zu einem glücklichen Ende führt.

Jasmin (Naomi Scott)

Regisseur Guy Ritchie, der auch gemeinsam mit John August an dem Drehbuch gearbeitet hat, zaubert die bekannte Geschichte mit gigantischen Kulissen von Produktionsdesignerin Gemma Jackson auf die Kinoleinwand. Liebevoll inszenierte Dekorationsgegenstände, wie die legendäre Wunderlampe, hauchen dem einstigen Zeichentrickabenteuer neues Leben ein. Untermalt und getragen wird die Geschichte von den einzigartigen Songs von Alan Menken, der bereits in den 1990er Jahren gemeinsam mit Howard Ashman den Score für den Zeichentrickfilm schrieb.

Aladdin (Mena Massoud) lauscht dem Genie (Will Smith) .

Naomi Scott (»Power Rangers«, TV-Serie »Terra Nova«) präsentiert Jasmine als starke Frauenfigur, während Aladdin typgerecht mit Charme und Mut zum Slapstick-Humor von Mena Massoud (TV-Serien »Open Heart«, »Jack Ryan«) verkörpert wird. An der Seite der zwei talentierten Darsteller glänzt der 50-jährige Will Smith (»Der Prinz von Bel Air«) als blauer Genie, der im Motion Capture-Verfahren von den CGI-Artisten zu 100% am Computer kreiert wurde.

Fazit: Disneys “Aladdin“ ist eine wunderbar unterhaltsame Hommage an das goldene Zeitalter Hollywoods, welche die bekannte Geschichte mit realen Darstellern in einem schillernden Realabenteuer auf die Leinwand bringt.

Sandy Kolbuch, Fotos: © 2019 Disney Enterprises

Master Z: The Ip Man Legacy

ab 09. Mai 2019 im Kino

Regie: Yuen Woo-Ping

Max (Jin) Zhang – Cheung Tin Chi
Dave Bautista – Owen Davidson
Michelle Yeoh – Tso Ngan Kwan
Tony Jaa – Sadi
Chrissie Chau – Nana
Yan Liu – Julia

Der Wing-Chun-Meister Cheung Tin Chi hat sich mit den Triaden einen übermächtigen Gegner vorgenommen. Nachdem die Gangster sein Haus komplett niedergebrannt haben, sucht Cheung Tin Chi Zuflucht bei den Leuten in der Bar Street von Hongkong. Doch als die Triaden anfangen, auch dort mit Drogen zu handeln, macht Tin Chi es zu seiner Mission, sie zu bekämpfen. Als aber der Drogenboss blutige Rache nimmt und Tin Chis Freunde umbringen lässt, weiß Tin Chi, dass er keine andere Wahl hat, als den Boss selbst zu besiegen…(Pressetext)

Es ist schön, wenn Filme, die beim Far East Filmfestival in Udine laufen auch in Deutschland gezeigt werden. Das ist viel zu selten, weil dort echte Perlen und fette asiatische Blockbuster gezeigt werden. Ein guter Grund, hier über den ersten Ip Man Spin Off zu berichten. Die Ip Man Filme waren zu Recht die erfolgreichsten Martial Arts Filme der letzten Jahre.


Aber mit Ip Man gibt es kaum eine inhaltliche Verbindung außer den ständigen Kämpfen und der Kolonialzeit in Hongkong.
Optisch und kämpferisch ist es allerdings durchaus ähnlich und dürfte Freunde von ausgiebigen Nahkämpfen auf ihre Kosten kommen lassen.

Mir persönlich wurde es irgendwann etwas langweilig, weil HauptdarstellerZhang zwar großartig kämpfen kann, als Held aber eher blass wirkt und vor allem, weil die Story nur als Wäscheleine dient, wo die vielen Kämpfe angehängt sind.

Diese müssen aber gar nicht immer brutal sein, wie eine wunderschöne fast schon erotische Akrobatik zweier Hände um ein Glas zeigt..So viel sei verraten: Eine Hand gehört Michelle Yeoh, die wie immer großartig spielt und kämpft und mit ihrer Aura die Leinwand füllt.

Das gilt übrigens ähnlich auch für Dave Bautista, der auch nicht Wrestling Fans ein Begriff durch die Guardians of the Galaxy Filme ist, wo er Drax spielte. In Master Z sieht er nicht ganz so muskulös aus, aber hat sehr „einschlägige“ Argumente auf Lager der Faust.

Insgesamt ist es ein reiner Martial Arts Film ohne große Überraschungen, aber mit sehr vielen sehr gelungenen Kampfchoreografien, der wiedereinmal ganz deutlich macht, dass es Kampfkunst ist.

©Johann Hoffmann, Fotos: Mandarin Motion Pictures, New KSM

Avengers: Endgame

Avengers: Endgame
ab 24. April 2019 im Kino (3D)

Regie: Anthony und Joe Russo

Robert Downey jr. – Tony Stark/Iron Man
Chris Evans – Steve Rogers/Captain America
Scarlett Johansson – Natasha Romanoff/Schwarze Witwe
Chris Hemsworth – Thor
Jeremy Renner – Clint Barton/Hawkeye
Mark Ruffalo – Bruce Banner/Hulk
Paul Rudd – Scott Lang/Ant-Man
Josh Brolin – Thanos

Nie wurde über ein Fingerschnipsen mehr spekuliert und diskutiert, nie waren die Folgen verheerender! Nachdem Thanos die Hälfte des Universums auslöschte und damit auch die Reihen der Avengers zerschlug, versammeln sich die verbliebenden Helden, um ein letztes Mal in den Kampf zu ziehen… Die Auflösung des wohl größten Cliffhangers der Kinogeschichte kündigt sich atemberaubend, packend und legendär an. Was „Avengers: Infinity War“ mit überragender Bildgewalt in Gang setzte, steuert nun mit voller Wucht auf ein action- und emotionsgeladenes Spektakel zu: AVENGERS: ENDGAME. Das epische Finale steht unmittelbar bevor und verlangt den Superhelden alles ab – das Endspiel hat begonnen… (Pressetext)

Die umfangreiche Geschichte der Avengers im Marvel Universum zu einem sinnvollen Ende zu führen, muss ein schwieriges Unterfangen gewesen sein.

Viele Fäden wollten zusammengesponnen werden und das vorläufige Ende des letzten Teils war ja eigentlich auch ziemlich absolut und unumkehrbar.
Oder nicht? Und wenn nicht, dann wie doch? Ist Antman die Antwort? Oder war etwa alles nur ein Traum?

Die Autoren haben sich glücklicherweise richtig Mühe gegeben und keinen Blödsinn verzapft, der total unglaubwürdig wäre, oder die letzten Filme ad absurdum geführt hätte.

Dabei haben sie es auch gleichzeitig noch geschafft, aus ein paar der vorherigen Filme ein paar Essenzen zu ziehen und mit einem Augenzwinkern zu verarbeiten.

Epische Schlachten kommen natürlich auch nicht zu kurz, der Film heißt ja nicht umsonst „Endgame“ und es werden alle Register gezogen, um es richtig krachen zu lassen. Das viel zu inflationär verwendete „episch“ trifft es gerade im Finale. Da gibt es nichts zu meckern: Die Produktionskosten sind zu sehen, bzw. eben gerade nicht, wenn alles realistisch aussieht, die schiere Menge und die Aufteilung der Kämpfe ist alles perfekt abgestimmt, nicht zu wenig, aber zum Göück im Gegensatz zu dem einen oder anderen Vorgänger auch nicht zu viel.

So ist dieser Film zwar wieder düster und stellenweise richtig traurig, aber hat trotzdem die nötige Portion Ironie und Besinnung, damit es nicht nur ein actionreicher sondern ein großartiger Film in seinem Universum werden konnte.

Ein sehr würdiger Abschluss!

© Johann Hoffmann, Fotos: Marvel/Disney

Shazam

Shazam
ab 04.04.2019 im Kino in 3D

Regie: David F.Sandberg

Zachary Levi – Shazam
Mark Strong – Dr. Thaddeus Sivana
Asher Angel – Billy Batson
Jack Dylan Grazar – Freddy
Djimon Honsou – Zauberer

In jedem von uns steckt ein Superheld – es bedarf nur etwas Magie, um ihn zu erwecken. Wenn Billy Batson (Angel), ein cleveres 14 Jahre altes Pflegekind, das Wort SHAZAM! ruft, verwandelt er sich in den erwachsenen Superhelden Shazam (Levi) – das Vermächtnis eines uralten Zauberers. Shazam – ein Junge in einem muskulösen, göttlichen Körper – macht, was jeder Teenager mit Superkräften machen würde: Er kostet seine Erwachsenenversion aus und hat Spaß! Kann er fliegen? Hat er den Röntgenblick? Kann er Blitze aus seinen Händen schießen lassen? Kann er den Sozialkunde-Test schwänzen? Mit der glückseligen Sorglosigkeit eines Kindes macht sich Shazam daran, seine Fähigkeiten auszutesten. Aber um gegen die von Dr. Thaddeus Sivana (Strong) gesteuerten todbringenden Kräfte des Bösen kämpfen zu können, muss er seine Kräfte schnellstens meistern. (Pressetext)

DC Superheldenfilme sind nicht immer das Gelbe vom Ei geworden, aber die Anstrengung der Macher, nicht allzuweit hinter Marvel zurückzubleiben, ist deutlich zu merken. So auch bei diesem Film.

Shazam füllt eine Lücke, die Marvel -wenn überhaupt – mit Spiderman (der „Homecoming“ Version) besetzt hat
Shazam ist wie kein anderer Superheldenfilm für junge Teens gemacht.
Sehr geschickt werden genau die Dinge bis zur letzten Szene ausgekostet, die für Jugendliche interessant wären, wenn sie plötzlich Superhelden wären oder wenigstens kennen würden.

Nachdem also der junge Billy unverhofft zu seinen Superkräften und zu seinem erwachsenen Alterego kommt, wird erstmal alles intensiv ausprobiert, was Erwachsene so tun dürfen.
Und die Superkräfte ganz besonders:. Billys/Shazams Freund und Sidekick Freddy treibt ziemlich viel Schabernack um die Fähigkeiten von Shazam zu testen. Dafür gehen einige Filmminuten drauf, die wie auch einige andere Adoleszenz-Szenen teilweise arg klamaukig sind. Was aber überraschenderweise dem Film insgesamt nicht schadet

Irgendwann ist auch schluss mit lustig, als Antagonist Dr. Sivana (sehr markant: Mark Strong) das Spielfeld betritt. Dann muss Shazam plötzlich erwachsen werden.um seine Freunde zu beschützen.

Ob dafür seine Superkräfte ausreichen, oder er mehr braucht, wird sich zeigen.

Viel Spaß beim Ansehen, Lachen und Mitfiebern!

@ Johann Hoffmann, Fotos Warner Bros

Dumbo

Dumbo
Walt Disney
ab 28. März 2019 im Kino

Regie – Tim Burton

Colin Farrell – Holt Farrier
Nico Parker – Milly Farrier
Finley Hobbins – Joe Farrier
Michael Keaton – V.A. Vandevere
Danny DeVito – Max Medici
Eva Green – Colette Marchant

Der Zirkus von Max Medici (DANNY DEVITO) hat schon bessere Zeiten gesehen. Und auch das neue Elefantenbaby mit den Riesenohren trägt nur weiter zum Gespött der Leute bei. Der abgehalfterte Zirkusstar Holt Farrier (COLIN FARRELL) soll sich darum kümmern und das Problem aus der Welt schaffen. Doch als Holts Kinder Milly (NICO PARKER) und Joe (FINLEY HOBBINS) herausfinden, dass Dumbo mit seinen außergewöhnlichen Ohren fliegen kann, setzt nicht nur die angeschlagene Zirkustruppe all ihre Hoffnung in den kleinen Dickhäuter. Auch der zwielichtige Unternehmer V.A. Vandevere (MICHAEL KEATON) wittert eine Sensation und damit natürlich das große Geld und überredet Medici, ihm den kleinen Dumbo als Attraktion für seinen Vergnügungspark „Dreamland“ zu verkaufen. An der Seite der charmanten Luftakrobatin Colette Marchant (EVA GREEN) setzt Dumbo zum Höhenflug an – unter der glänzenden Oberfläche von Dreamland verbergen sich jedoch dunkle Geheimnisse! (Pressetext)

MOTHER AND SON – In Disney’s live-action reimagining of “Dumbo,” a circus owner purchases an expectant mother elephant in hopes that her adorable offspring will bring in the crowds. Directed by Tim Burton, “Dumbo” opens in U.S. theaters on March 29, 2019...© 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved..

1941 brachte Walt Disney die Geschichte von Dumbo, dem fliegenden Elefanten, als Zeichentrickfilm ins Kino. Die zauberhafte Geschichte über das Anderssein und die Akzeptanz dessen begeistert seither die Menschen. Tim Burton, der die Vorstellung, das Leben hinter sich zu lassen und sich einem Zirkus anzuschließen, immer faszinierend fand, bringt die Story nun als Realfilm mit animierten Tieren auf die Kinoleinwand.

SPECIAL ASSIGNMENT - In director Tim Burton's all-new live-action adventure "Dumbo," former circus star Holt Farrier (Colin Farrell) and his children Milly (Nico Parker) and Joe (Finley Hobbins) are charged with caring for a newborn elephant whose oversized ears make him a laughingstock in an already struggling circus. Expanding on the beloved classic story where differences are celebrated, family is cherished and dreams take flight, "Dumbo" flies into theaters on March 29, 2019. ©2018 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Disney sorgt in jedem Film für große Emotionen. Bereits der Zeichentrickfilm “Dumbo“ sorgte mit der Geburt des kleinen Elefanten und dem baldigen Abschied von Mutter und Kind für tränenreiche Momente. Ebenso gehen auch die Szenen im Realfilm richtig ans Herz. Der Zuschauer ist entzückt, wenn er das erste Mal Dumbo mit seinen gigantischen Ohren sieht, über die er stolpert. Wenn sich die Rüssel von Mutter und Sohn ein letztes Mal innig durch die Gitterstäbe berühren oder der kleine Elefant anschließend dem davonrollenden Transporter hinterher rennt, lassen sich die Tränen nicht zurückhalten. Umso versöhnlicher sind die Szenen, wenn sich die Kinder Milly und Joe dem verstoßenen Tier annehmen.

Babyelefant Dumbo wird wegen seiner großen Ohren verspottet

Doch die Geschichte von Dumbo ist nur eine, von vielen. Ebenso im Mittelpunkt steht auch die tragische Familiengeschichte der Farriers. Der einstige Zirkusstar Holt (Colin Farrell) musste seine Kinder Milly (zauberhaft gespielt von Nico Parker) und Joe (hinreißend: Finley Hobbins) in der Obhut des Zirkus‘ lassen, um an der Front zu dienen. Als er verletzt heimkehrt, ist sein Neuanfang auch durch den Tod seiner Frau mit Schwierigkeiten verbunden. Nur schwer kann sich die Familie wieder annähern. Erst durch die Sorge um Dumbo, erhält die Familie eine neue Basis, die sie vereint.

Für seinen überlebensgroßen Freizeitpark "Dreamland" sucht V.A. Vandevere neue Attraktionen

Natürlich dürfen im Film auch die Bösewichte nicht fehlen. So präsentiert sich Danny DeVito als visionärer Zirkusdirektor Max Medici, der all seine Hoffnungen, den Konkurs des Zirkus abzuwenden, auf das Elefantenbaby als Zuschauermagnet setzt. Als er Dumbo das erste Mal sieht, fühlt er sich jedoch dermaßen abgestoßen und will sich dem „Problem“ schnellstmöglich entledigen. Doch als Dumbo eine ungeahnte Fähigkeiten entwickelt, nutzt er das Tier für seine Zwecke aus.

FLYING HIGH – In Disney’s new live-action adventure “Dumbo,” a newborn elephant with giant ears discovers he can fly, and he’s destined to be a star, which may or may not be a good thing. Directed by Tim Burton, “Dumbo” flies into theaters on March 29, 2019.

Das gleiche Ziel verfolgt auch Michael Keaton als Unternehmer Vandevere, der Kuriositäten für seinen Freizeitpark sammelt. Die Ausstellung gefährlicher Tiere und missgebildeter Monster verleiht seinem Park einen perfiden Beigeschmack, der die Macht der Menschen über die Tiere demonstriert. So schmerzhaft diese Szenen auch sein mögen, so notwendig sind sie für den Film, um das Finale zu einem gelungenen Abschluss zu bringen.

BATHTIME -- In Disney’s live-action reimagining of “Dumbo,” Milly Farrier—the daughter of a former circus star charged with caring for a newborn elephant—quickly embraces the newest member of their circus family. Featuring Nico Parker as Milly, “Dumbo” opens in U.S. theaters on March 29, 2019...© 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Die Handschrift von Tim Burton ist zweifellos erkennbar, wenn das Dreamland in seiner ganzen Pracht eingefangen wird. Im Vergleich zu Burtons “Alice im Wunderland“ fällt sein Stil jedoch reduzierter und weniger prägnant aus. Die ausgewachsenen CGI-Elefanten erfreuen sich einer unglaublichen Natürlichkeit, die dem Dschungel zu entspringen scheint. Der kleine Elefant ist ebenso zauberhaft anzusehen mit seinen strahlend blauen Augen, lässt aber einen geringen Comiccharakter erkennen.

HIGH-FLYING STAR – Eva Green stars as Colette Marchant, a French-born aerialist and high-flying star at a state-of-the-art amusement park called Dreamland. Directed by Tim Burton, Disney’s all-new, live-action adventure “Dumbo” opens in U.S. theaters on March 29, 2019...© 2019 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved..

Fazit: Tim Burton erzählt die Geschichte von “Dumbo“, dem kleinen, fliegenden Elefanten, die sich im Kern an die Vorlage des gleichnamigen Disney Zeichentrickfilmklassikers hält. Die Geschichte wird durch vielseitige Handlungsstränge ergänzt, die Dumbo zur Randfigur degradieren.
Aber aufgrund der putzigen Titelfigur werden Jung und Alt sich schnell in diesen Film verlieben.

@ Sandy Kolbuch, Fotos:Walt Disney Studios

Bumblebee

Bumblebee
paramount.de/bumblebee
ab 20. Dezember 2018 im Kino

Regie: Travis Knight

Hailee Steinfeld – Charlie
John Cena – Agent Burns
Jorge Lendeborg Jr. – Memo
Pamela Adlon – die Mutter
Lenny Jacobson – Roy

Im Jahr 1987 versteckt sich das mysteriöse Maschinenwesen Bumblebee in der Gestalt eines alten VW Käfers auf dem Schrottplatz einer kleinen kalifornischen Küstenstadt. Kurz vor ihrem 18ten Geburtstag und auf der Suche nach ihrem Platz im Leben, findet die rebellische Charlie (Hailee Steinfeld) den kaputten und kampfgeschwächten Bumblebee. Mit mechanischem Geschick beginnt sie ihn zu reparieren und lernt schnell, dass es sich keineswegs nur um eine alte Schrottmühle handelt …(Pressetext)

Im Gegensatz zu allen überladenen Transformers Filmen ist der neue Sproß „Bumblebee“ vor allem eins:Niedlich!

Die niedliche Hauptdarstellerin ist weit weg von Model Megan Fox, dafür aber nah am pubertierenden Jungzuschauer. Außerdem kann sie spielen, was bei diesem Franchise auch ein Novum ist.

Ebenfalls neu sind die insgesamt sympathischen Protagonisten, was explizit den metallenen Hauptdarsteller einschließt. Er ist einfach nur in Gestus und im Habitus  – nun ja – niedlich. Hollywood hat es mal wieder geschafft, die richtigen Knöpfe zu drücken und beim Publikum Emotionen zu wecken, die eigentlich gar nicht da sein dürften – Mitgefühl für enien Haufen Blech…

Die Antagonisten, die Decepticons, sind clever und wir Menschen fallen natürlich erstmal drauf rein, auch wenn es eine ironische Anspielung gibt, dass schon ihr Name sagt, dass sie uns täuschen.
Aber irgendwie müssen die Bösen ja erstmal im Drehbuch die Oberhand gewinnen.

Da alles familientauglich und augenfreundlich gemacht ist, wird es wohl ein Blockbuster werden. Irgendwie erinnert mit Bumblebee an E.T., nur schneller und bombastischer. Also den Sehgewohnheiten der Jugend angepasst.

Ich kann nicht bestreiten, dass mir der Film trotz intellektueller Flachheit Spaß gemacht hat und ich ihm den Erfolg gönne.

@ Johann Hoffmann Fotos: Paramount Pictures

Elliot – Das kleinste Rentier

Verleih: Splendid Film
Kinostart: 8. November 2018
FSK: 0
Länge: 90 Minuten
Regisseur: Jennifer Westcot

 

Wer fest an sich glaubt und hart arbeitet, kann alles erreichen. Diese These greift Drehbuchautorin und Regisseurin Jennifer Westcot mit ihrem Animationsfilm “Elliot – Das kleinste Rentier“ auf. Im Fokus des Film steht das Miniaturpferd Elliot. Genervt von seinem Job als Babysitter für die Ziegen, träumt er davon, eines Tages ein Rentier zu sein und für den Weihnachtsmann persönlich zu arbeiten. Damit sich dieser Traum erfüllen kann, nimmt Elliot, in seinem Streichelzoo am offiziellen Trainingscamp für das Nordpol-Rentier-Rennen teil. Sein Großonkel Peanut Butter sieht das Ganze skeptisch, während Ziegel Hazel – Elliots beste Freundin – ihn unterstützt.

Am 21. Dezember ist scheinbar Elliots große Chance gekommen. Als Rentier Blitzen seinen sofortigen Ruhestand bekannt gibt, sieht sich Santa Claus dazu gezwungen, einen dreitätigen Notfall-Wettkampf auszurufen. Elliot nimmt all seinen Mut zusammen und demonstriert Walter, Cheftrainer der Rentiere und Besitzer des Streichelzoos, seine Fähigkeiten. Obwohl es ihm gelingt, den Reifenkurs tadellos zu durchlaufen, wird er von Walter kaum beachtet. Elliots Träume scheinen zu platzen. Doch dann findet er zusammen mit Hazel heraus, dass Walter den Streichelzoo wegen finanzieller Nöte verkaufen muss. Elliot schmiedet einen Plan, um den Verkauf zu verhindern und reist dafür heimlich zum Nordpol.

Mit Hilfe eines falschen Geweihs registriert er sich für das Rennen der Rentiere. Er tritt gegen 20 harte Gegner an und droht immer wieder aufzufliegen. Doch Elliot setzt sich durch und kann sogar Elf Lemondrop entlarven, der die Wettkämpfe sabotiert. Santa Claus ist begeistert von dem kleinen Rentier und macht Elliot ein Angebot, das er einfach nicht abschlagen kann.

Kurz vor der Weihnachtszeit können sich Klein und Groß an Filmen erfreuen, die thematisch und stimmungstechnisch auf das Fest einstimmen. “Elliot – Das kleinste Rentier“ spricht mit seinen tierischen Hauptfiguren vor allem die kleinen Kinobesucher an. Der rund 90minütige Animationsfilm vereint Santa Claus und seine Rentiere mit anderen, eigenwilligen Tieren. Die Geschichte ist leicht überschaubar, liefert aber dennoch spannende und vor allem amüsante Momente. Die Animationen sind einfach gehalten, können aber dennoch mit einem schönen Look überraschen. Der große Wunsch des kleinen Pferdes gipfelt sich in einem sportlichen Abenteuer, das der Geschichte Pep und Esprit verleiht.

Fazit: Ein unterhaltsamer Weihnachtsfilm für die Kleinen, die bereits jetzt kaum die Ankunft von Santa Claus und seinen Rentieren erwarten können.

© Sandy Kolbuch, Bilder: Splendid Film

 

Venom

Venom
www.venomfilm.de

ab 03. Oktober2018 im Kino (in 3D)

Tom Hardy – Eddie Brock
Michelle Williams – Anne Weying
Riz Ahmed – Carlton Drake

Als Journalist versucht Eddie Brock schon seit Langem den zwielichtigen, aber genialen Gründer der Life Foundation, Carlton Drake, zu überführen – eine Besessenheit, die ihn bereits seine Karriere und die Beziehung zu seiner Freundin Anne Weying (Michelle Williams) gekostet hat. Bei der aktuellen Recherche zu Drakes Experimenten verbindet sich das Alien Venom mit Eddies Körper und verleiht ihm nicht nur erstaunliche Superkräfte, sondern auch die Freiheit, zu tun, was immer er will. Durchtrieben, düster, unberechenbar und voller Zorn: Eddie muss lernen, die gefährlichen Kräfte, die von Venom ausgehen, zu kontrollieren. Und ist gleichzeitig berauscht von der neu gewonnen Macht, die er nun in sich spürt. Da sich Eddie und Venom gegenseitig brauchen, um ihre Ziele zu erreichen, verschmelzen sie immer mehr miteinander. Schließlich stellt sich die Frage: Ist das noch Eddie oder schon Venom? (Pressetext)

Schon wieder ein Superheld von Marvel – können die nicht langsam mal aufhören?
Das Reservoir erscheint unerschöpflich, aber kann denn dabei noch etwas wirklich Neues entstehen?
Die einfache Antwort ist zumindest derzeit ein Nein.
Es bleibt dabei – Ein Mensch verwandelt sich durch äußeren Einfluß in einen Superhelden.
Das wissen natürlich auch die Filmemacher und versuchen deshalb entweder mit immer neuen optischen (CGI) Reizen die Zuschauer zu fesseln oder indem ein Ensemble von bekannten Schauspielern als geballte Marketingpower auf die Leinwand gebracht wird oder indem Action/Brutalität/Skurilität/Humor in immer neuen Extremen gezeigt wird.

Venom versucht es mit einer Mischung aus fast allem, bleibt aber so mainstreamtauglich, dass die Brutalität nahezu ausgeblendet wird. Dafür rückt der Hauptdarsteller in den Mittelpunkt. Tom Hardy ist wie immer super präsent.

 

Der Rest rückt dadurch in den Hintergrund. Michelle Williams ist okay, aber nicht so, dass sie bzw. ihre Figur Anne einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ebenso ist die Mischung aus Steve Jobs und Elon Musk oder irgendeinem anderen Silicon Valley Megaguru als Böswicht nur ansatzweise geglückt. Die Kritik an den neuen Mächtigen der Welt bleibt harmlos

Venom war für mich genauso ein Schlag wie Deadpool. Vollkommen unerwartet ein Hit.
Und das obwohl der Antagonist platt bleibt und auch sonst die Genrekonventionen kaum gebrochen werden.
Esliegt vor allem an Tom Hardy und an der richtigen Prise Humor, die durch die Dualität des (der?) Protagonisten entsteht. Selten war Schizophrenie so amüsant 😉
Wie das Ganze umgesetzt wurde, macht also das Besondere des Films aus und läßt mich hoffen, dass auch die nächsten ausgekramten Superhelden kreativ verfilmt werden…

Noch ein kleines PS: Natürlich gibt es in den Endcredits wieder eine Sequenz, die auf die Fortsetzung Lust machen soll. Aber viel – Verzeihung für die Wortwahl – geiler ist das, was ganz ganz zum Schluss kommt!

© Johann Hoffmann, Bilder: Sony

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