Okt 15

The Wailing – Die Besessenen

Gok-seong
www.alamodefilm.de/kino/detail/the-wailing-die-besessenen.html
ab 12. Oktober 2017 im Kino

Regie: Hong-jin Na

Do-won Kwak – Jong-goo
Jung-min Hwang – Il-gwang
Jun Kunimura – Der Japaner
Woo-hee Chun – Die mysteriöse Frau
Hwan-hee Kim – Hyo-jin

Eine Reihe von bestialischen Übergriffen und grausamen Morden erschüttert ein kleines Dorf in Südkorea. Scheinbar ohne jeglichen Grund greifen sich Nachbarn in brutalster Weise an. Der Dorfpolizist Jong-gu bemüht sich um Aufklärung, doch es gibt keine erkennbare Erklärung für die Welle an Gewalt. Umso schneller kochen die Gerüchte und Schuldzuweisungen hoch. Es heißt, ein japanischer Einsiedler, der seit kurzem in einer Hütte im Wald haust, stecke hinter der Mordserie. Die Lage droht zu eskalieren, als eine dämonische Macht von der Tochter des Polizisten Besitz ergreift. Um sie zu retten, setzt Jong-gu auf die Hilfe eines Schamanen und entfesselt dabei die wahre Macht des Bösen… (Pressetext)

Jeder der diese Seite auch nur ein bisschen durchstöbert hat, weiß, dass ich koreanische Filme sehr schätze, nicht alle, aber die, die es zu Festivals oder ins Kino schaffen. „The Wailing – DIe Besessenen“ gehört zu dieser Kategorie und glücklicherweise hat sich ein Verleih gefunden, der diesen starken Mysterythriller ins deutsche Kino bringt.

Dieser Film bringt Gänsehaut auf eine ganz andere Art, als es ein typischer Hollywood Horrorstreifen tun würde.
Langsam, ohne quietschende Geigen oder laute Schockeffekte. Wir sehen das Ergebnis, nicht die Taten und wir folgen einem eher mittelmäßigem Polizisten, keinem Helden.

Mit jedem seltsamen Gemetzel und jedem gruseligen Bild der Besessenen, die die Taten verübt haben, steigt auch mehr Grauen im Zuschauer hoch und das schönste, oder mieseste – das Ende ist nicht so eindeutig, wie bei einem Hollywoodfilm, wo das Monster entweder besiegt wird, oder in einer letzten Sequenz doch noch einmal herorlugt. Dieser Film hört dann auf, wenn der Zuschauer noch drängende Fragen hat. Er läßt uns sozusagen mit dem von innen nagenden Grauen ins Bett gehen.

Das nenne ich Horror für Erwachsene, das ist ein weiterer Grund, warum ich koreanische Filme liebe!

Sep 27

Es

IT

ab 28. Sepember 2017 im Kino
http://www.warnerbros.de/kino/es.html

Regie: Andy Muschietti

Bill Skarsgård – „Es“, Clown Pennywise
Jaeden Lieberher – Bill
Finn Wolfhard – Richie
Sophia Lillis – Beverly
Jeremy Ray Taylor – Ben

Im Mittelpunkt von „Es“ stehen sieben junge Außenseiter, die in dem Städtchen Derry in Maine aufwachsen – sie bezeichnen sich als Club der Loser. Aus dem einen oder anderen Grund sind sie alle ausgegrenzt worden, die Rowdys des Ortes haben sie ins Visier genommen … und alle haben erlebt, wie ihre innere Angst plötzlich real wurde als uralter, aggressiver Gestaltwandler, den sie einfach nur „Es“ nennen.
Seit es den Ort gibt, ist Derry immer schon das Jagdrevier dieses Monsters gewesen: Alle 27 Jahre steigt es aus der Kanalisation herauf, um sich vom Schrecken seiner bevorzugten Beute zu ernähren: nämlich den Kindern von Derry. Innerhalb eines ebenso grauenhaften wie mitreißenden Sommers tun sich die Loser zusammen und bilden eine unverbrüchliche Gemeinschaft, um so ihre eigene Angst zu überwinden und den mörderischen Amoklauf zu beenden, der an einem Regentag begonnen hat: Ein kleiner Junge rannte seinem Papierschiffchen hinterher, das in einen Gully gespült wurde, … und geriet so in die Fänge des Clowns Pennywise. (Pressetext)

Das Remake eines Horrorklassikers (sowohl in Buchform als auch als Film) nach knapp 27 Jahren zu wagen, Bedarf einerseits großen Muts und zeigt andererseits, dass Hollywood die Ideen ausgegangen sind.
Gleichwohl darf ich nicht nur von mir altem Sack ausgehen – die ganzen (kurz vor-)Millenials haben vom Original möglicherweise noch nie was gehört und würden sich so einen alten Schinken vielleicht auch gar nicht ansehen.

Andy Muschietti ist jedenfalls das Risiko eingegangen und hat weder Reboot noch Sequel sondern simpel eine Neuverfilmung des Buches abgeliefert. Dabei ist der Film gleichsam altmodisch als auch modern geworden.
Es spielt in einer handyfreien Zeit, wo die „Loser“ noch in echt gemobbt wurden und wo Freundschaft nicht nur aus nebeneinander sitzen und Nachrichten schicken bestand.

Freundschaft und Erwachsenwerden sind die zwei wichtigen Themen unter dem Horrormantel.
Der von Bill Skarsgård sehr gut gespielte Clown Pennywise mag gruselig für junge und nicht horrorgeprägte Zuschauer sein, und natürlich hübft man bei der einen oder anderen Schockszene vom Kinosessel auf, aber im Endeffekt ist es Fiction.

Viel interessanter ist es diesen leuchtenden Jungschauspielern zuzusehen, wie sie als Looser der Stadt zusammenfinden und ein Team werden, in guten und in den echt schlechten Sommerzeiten.
Da gibt es die ersten unbeholfenen Annäherungsversuche an das andere Geschlecht genauso wie den Umgang mit bösartigen Halbstarken, die nichts anderes als Gewalt gegenüber Schwächeren kennen, um die eigenen Unzulänglichkeiten bzw. Leere zu kaschieren.

Der oberflächliche Horror tritt daduch ein wenig in den Hintergrund, zum Glück für Publikum, das von einem Horrorfilm mehr erwartet, aber nicht zu weit, denn die typischen Angstmacher sind trotzdem aufühlich vorhanden:

Vom knarzenden Horrorhaus bis zum teuflischen Clown. Und nicht zu vergessen, das was in meiner Kindheit oft die größten Ängste hervorgerufen hat. Wenn das Böse aus dem Fernseher oder von der Filmleinwand steigt…

Fazit: Mehr als nur Horror. Ein gelungener Coming of Age Film mit ordentlichem Gänsehautfaktor.

© Johann Hoffmann, Bilder Warner, Rat Pack

Sep 03

Neue Buchrezensionen, „Atomic Blonde“ und „The Promise – Die Erinnerung bleibt“

Bücher

In ihrem undendlichen Fleiß hat Sandy Kolbuch wieder ein paar Bücher gelesen und stellt sie

hier und hier vor.

Der Prinz der Elfen von Holly Black

Bloss nicht blinzeln von Tom Booth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entertainment

Von mir kommt ein „Papa approved“ für die Kinderserie Wissper

Perfekt für 2-jährige Kinder, am eigenen Kind ausprobiert…

Feuerwehrmann Sam wiederum ist wegen der Feuerwehrautos spannend, wird aber vom kleinen Kind noch nicht verstanden. Altersempfehlung meinerseits ab ca. 4 Jahre.

 

Filme

Bei zwei Filmen habe ich es nicht geschafft, eine Rezension zu schreiben, möchte sie aber wenigstens erwähnen:

 

Atomic Blonde mit Charlize Theron, ein Film der für Berliner und Agentenfilmliebhaber Pfllicht ist.
Es gibt eine längere Kampfszene, die mir auch nach Wochen noch im Kopf herumschwirrt.
Entweder Charlize Theron hat selbst gespielt, dann meinen größten Respekt, oder die Computertechnik ist so weit, dass ihr Gesicht perfekt über das Stuntdouble gelegt werden kann . dann auch dafür mein Respekt.

Ein Film ganz anderer Art ist  „The Promise – Die Erinnerung bleibt“ mit Oscar Isaac, Charlotte Le Bon und Christian Bale. Es geht um den Völkermord an den Armeniern im Jahr 1914, der von den Türken bis heute beharrlich dementiert wird.

Obwohl der Zeigefinger stets hoch erhoben ist und ich es nicht mag, wenn Hollywood Schauspieler Menschen ferner Länder darstellen, anstatt die „Ureinwohner“ selbst zu nehmen, ist dieser Film doch irgendwie sehenswert – die historischen Begebenheiten kennen wir wahrscheinlich alle nicht und die Dreiecks/Vierecksliebesbeziehung ist ein zum Glück relativ schmalzfreier Rahmen, wo sich die dann zum Glück eben doch sehr guten Schauspieler ausleben können.

Aug 23

Happy Family

Happy Family

ab 24. August 2017 im Kino (in 3D)

Regie: Holger Tappe

mit den Stimmen von
Hape Kerkeling – Graf Dracuka
Ulrike Stürzbecher – Emma Wünschmann
Oliver Kalkofe – Renfield

Die Wünschmanns sind alles andere als eine glückliche Familie. Mutter Emmas Buch-handlung schreibt tiefrote Zahlen, der völlig überarbeitete Vater Frank leidet unter seinem Chef, das Gehirn der pubertierenden Tochter Fee ist gerade wegen Umbaus geschlossen, und der hochintelligente Sohn Max wird in der Schule gemobbt. Doch damit nicht genug: Auf einem Kostümfest verwandelt die Hexe Baba Yaga die gesamte Familie in Monster – Emma wird zur Vampirin, Frank zu Frankenstein, Fee zur Mumie und Max zum Werwolf. Gemeinsam jagt die Monster-Familie die Hexe über den halben Globus, um den Fluch wieder loszuwerden. Auf ihrem Holterdipolter-Trip fetzen sich die Wünschmanns mit einigen echten Monstern, nicht zuletzt mit dem unwiderstehlich charmanten Graf Dracula persönlich, der sich unsterblich (logisch, weil untot!) in Emma verliebt hat. Tja, der Weg zum Familienglück ist oft übersät mit Schlaglöchern und spitzen Steinen, äh, Zähnen … (Pressetext)

Ein deutscher Animationsfilm kann nichts taugen, oder? Storytechnisch reißt Happy Family wirklich keine Bäume aus – es geht um den Zusammenhalt der Familie – und der pädagogische Zeigefinger ist dem jungen Zielpublikum entsprechend erhoben, aber die hollywoodgleiche Animation und die charmanten Charaktere, besonders mal wieder die Sidekicks in Form dreier Fledermäuse, machen den Film für alle Altersgruppen sehenswert.

Schön wird die alte Vampirgeschichte des Verführers Dracula mit der modernen Welt (Smartphones, Londoner Riesenrad) verwoben und die Darstellung der Protagonisten in ihrer Rolle innerhalb der Familie und ihrem gesellschaftlichen Umfeld (z.B: pubertierende Tochter, nerdiger Sohn) ist realistischer, als der sich spiegelnde Zuschauer wahrscheinlich wahrhaben will.

Am besten aber, ich gebe es zu, hat mir der Prolog, nein besser: der Auftakt gefallen. Ein Stück gute alte Musik und drei knuffige Wesen verzaubern die Zuschauer schon in den ersten Sekunden.
Da haben Buchautor David Safier und Regisseur Holger Tappe sehr erfolgreich bei Disney hingeschaut.

Es ist natürlich kein Meilenstein der Filmgeschichte, dazu ist die Handlung zu voirhersehbar – ja, es gibt ein Happy End für die Happy Family 😉 , aber es ist sehr angenehme Familienunterhaltung, besonders für Familien, die vielleicht gerade mal wieder ein gemeinsames Erlebnis gebrauchen können.

© Johann Hoffmann, Bilder: Warner Bos.

 

Aug 17

Home Entertainment und Bücher

Nur noch mal zur Erinnerung:
Im Menü oben gibt es unter anderem die Punkte Bücher und Entertainment, wo Sandy Kolbuch sehr regelmäßig neue Rezensionen veröffentlicht.

Ganz aktuell gibt es die Kleinkinderserie Wissper und das Buch Ewig Dein – Deathline

Deathline - Ewig dein von Janet Clark

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es lohnt sich, da reinzuschauen!

Aug 02

Emoji – Der Film

Emoji – The Movie
www.emoji-derfilm.de

Ab 03. August 2017 im Kino (3D)

Regie: Tony Leondis

Deutsche Stimmen:
Tim Oliver Schultz – Gene
Christoph Maria Herbst – Hi-5
Anja Kling – Smiler
Joyce Ilg – Jailbreak

Versteckt in der Messaging App liegt Textopolis, eine geschäftige Stadt, in der alle Emojis wohnen und darauf hoffen, vom Besitzer des Handys ausgewählt zu werden. In dieser Welt hat jedes Emoji nur einen Gesichtsausdruck – jedes außer Gene (Tim Oliver Schultz). Denn der ist ein überschwängliches Emoji, das ohne Filter geboren wurde und vor lauter unterschiedlichen Ausdrücken förmlich platzt. Fest entschlossen, so „normal“ wie all die anderen Emojis zu werden, holt sich Gene Hilfe von seinem besten Freund Hi-5 (Christoph Maria Herbst) und dem berühmt-berüchtigten Codebrecher-Emoji Jailbreak (Joyce Ilg). Gemeinsam brechen sie auf zu einem Abenteuer quer durch alle Apps auf dem Handy, um den Code zu finden, der Gene reparieren kann. Jede App birgt dabei eine ganz eigene, wilde Welt voller Spaß. Doch plötzlich bedroht eine viel größere Gefahr das Handy und das Schicksal aller Emojis hängt nun ab von diesen drei so unterschiedlichen Freunden, die ihre Welt retten müssen, ehe sie für immer gelöscht wird. (Pressetext)

Man kann sie mögen und sogar lieben, muss man aber nicht. Und dennoch finden sie tagtäglich ihre „Bestimmung“ in zahlreichen Nachrichten in sozialen Netzwerken, Blogging-Diensten und privaten Nachrichten per SMS oder Mail. Seit einiger Zeit zieren sie auch Accessoires und Kleidungsstücke und baumeln als Anhänger von zahlreichen Taschen. Die Rede ist von den Emojis, deren freche Grimassen meist mehr sagen, als 1000 Worte.

Ab 03. August nimmt uns EMOJI – DER FILM mit in die geheime Welt in unseren Handys und enthüllt etwas, das so noch nie zuvor zu sehen war. Dem Zuschauer verschlägt es in die versteckt in der Messaging-App liegende Stadt Textopolis, in der die Emojis leben und stets darauf hoffen, vom Telefonbesitzer ausgewählt zu werden. Für die älteren werden Erinnerungen an Tron wach, wo alle Programme auf die User hochschauten.

In dieser geschäftigen Welt hat jedes Emoji genau einen Gesichtsausdruck. Jedes Emoji außer Gene (Stimme: Tim Oliver Schultz), das überschwänglichste Emoji aller Zeiten, das ohne Filter geboren und somit als Defekt verschrien ist. Bereits an seinem ersten Arbeitstag geht alles schief, was nur schiefgehen kann. Als er von Alex, dem Besitzer des Telefons ausgewählt wird, macht er vor lauter Aufregung ein falsches Gesicht. Dies hat verheerende Konsequenzen für die gesamte Emoji-Welt. Denn der Telefonbesitzer will die fehlerhafte App löschen lassen. Gemeinsam mit seinen Freunden Hi-5 (Stimme: Christoph Maria Herbst) und Jailbreak (Stimme: Joyce Ilg) macht sich Gene auf den Weg durch die Apps, um seinen Code zu reparieren und die Welt der Emojis zu retten.

Die Geschichte ist nicht der ganz große Knaller. Aber die 86 Minuten verfliegen im rasanten Tempo und man fühlt sich bestens unterhalten. Dies ist den lustigen Figuren zu verdanken, die man (zumindest einige) aus dem technisch-bedingten Alltag kennt. Die heutigen Jugendlichen, für die soziale Netzwerke, Blogging-Dienste, sowie die zahlreichen Messanger keine unbekannten Terrains mehr sind, haben bei diesem kunterbunten Animationsfilm einen riesen Spaß. Und auch den Erwachsenen, die sich nicht vollkommen der modernen Welt verschließen, werden ausreichend Gags geboten, um sich gut unterhalten zu fühlen. Das, was negativ als Product Placement bezeichnet werden könnte – nämlich das Verwenden echter App-Bezeichnungen wie Facebook (übrigens mit leichter Kritik versehen) und Dropbox . macht das ganze realisitischer, soweit sich das bei einem qietschbunten Film sagen lässt und zieht den Zuschauer tiefer hinein.

Was den Look insgesamt angeht, hat Sony Animations gute Arbeit geleistet. Die plastischen Hintergründe vereinen sich zu einer unbekannten Welt, die in jeder Ecke eine Überraschung bereit hält. Und auch die zahlreichen Emojis versprühen ausgelassene Lebensfreude und laden zum Lachen ein. Sie zeigen mehr Gesichtsausdrücke, als manch realer Schauspieler in seiner ganzen Karriere bereithält… Die deutschen Stimmen von Christoph Maria Herbst und Tim Oliver Schultz fügen sich bestens in die Geschichte ein, die einem die Nutzung der Emojis wieder näher bringt, sofern man sie nicht bereits verlernt haben sollte.

Diese Emojis muss man kennen:

Gene hat nicht nur einen Ausdruck, sondern ALLE Gesichtsausdrücke, die es überhaupt gibt. Das liegt daran, dass er keinen Filter für seine Emotionen hat – alles, was er fühlt, drückt sein Gesicht direkt aus. Er ist lustig, charmant, tollpatschig und optimistisch und wünscht sich, dass er alles wäre, nur nicht so anders als alle anderen. Entschlossen, dazu zu gehören und seine Eltern stolz zu machen, macht er sich auf den gefährlichen Weg durch die Welt des Smartphones, um sich selbst zu ändern und so zu werden wie alle anderen. Auf seiner Reise lernt Gene jedoch, dass er durch seine Fähigkeit, mehr als nur einen Gesichtsausdruck anzunehmen, mehr erreichen kann, als er dachte…

Hi-5 sieht aus wie eine Hand und immer bereit ist, abzuklatschen. Sein Lieblingsspruch? „Gib mir 5″ natürlich. Er ist ein kleiner Angeber, der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt und es liebt, im Mittelpunkt zu stehen. Hi-5 war einmal eines der beliebtesten Emojis überhaupt, man könnte sogar sagen, er war eine richtige Berühmtheit. In letzter Zeit wurde er allerdings durch ein neues Emoji ersetzt… das Ghettofaust-Emoji. Hi-5 kann das nicht akzeptieren und sein größter Wunsch ist es, wieder so beliebt zu sein wie früher. Durch das Abenteuer, das er gemeinsam mit Gene erlebt, realisiert er aber, dass es viel wichtigere Dinge gibt, als beliebt zu sein. Einen wahren Freund zu haben bedeutet nämlich viel mehr als Berühmtheit.

Jailbreak ist das taffe Codeknacker-Emoji mit den blauen Haaren. Sie ist zynisch und unglaublich klug und es gibt nichts, das sie nicht reparieren könnte. Jailbreak träumt davon, eines Tages die Welt des Smartphones zu verlassen und in der „Cloud“ zu leben – einer legendären Welt, in der sie ihr Leben nach ihren eigenen Regeln leben könnte. Als sie Gene trifft, erkennt Jailbreak, dass sie ihn dazu benutzen kann, Zugang zur Cloud zu erlangen. Ihr Plan gerät allerdings ins Wanken, als sie unerwartet Gefühle für Gene entwickelt…

Smiler ist das erste Emoji, das es je gab und der Boss von Textopolis. Sie ist immer aufgekratzt, quicklebendig und hat ein breites Grinsen im Gesicht. Nichts desto trotz ist sie in Wirklichkeit unglaublich gemein. Smiler will, dass alle Emojis einer einfachen Regel folgen: Du hast einen Gesichtsausdruck und zwar nur einen einzigen. Als Smiler herausfindet, dass Gene verschiedene Gesichtsausdrücke hat, schmiedet sie einen Plan, um ihn zu löschen. Sie kann auf keinen Fall zulassen, dass Gene ihre perfekte Gemeinschaft durcheinander bringt…

Kacka ist eines der beliebtesten Emojis und nimmt seine Aufgabe sehr ernst. Mit seinem vornehmen Akzent, seiner Krawatte aus Toilettenpapier und seiner Vorliebe, etwas zu viel Parfüm aufzutragen, geht er stolz durchs Leben und merkt oft nicht, dass man sich über ihn lustig macht.

 

Und anlässlich des Kinostarts freuen wir uns besonders, unseren Lesern ein paar bunte Gadgets anbieten zu können.

Wir verlosen Strandtücher, Turnbeutel und Frisbee

Dazu reicht schon eine Mail an gewinn [at] schwarzlicht [punkt] tv mit „Emoji“ im Betreff und der Beantwortung folgender kleiner Frage: Wie heißt der „offizielle“ Ausdruck, den Gene haben soll und möchte.

© Sandy Kolbuch, Johann Hoffmann, Bilder: Sony Pictures

Jul 27

Baby Driver

Baby Driver
www.BabyDriver-Film.de

ab 27. Juli 2017 im Kino

Regie: Edgar Wright

Ansel Elgort – Baby
Kevin Spacey – Doc
Lily James – Debora
Jamie Foxx – Bats
Jon Hamm – Buddy
Elza Gonzalez – Darling

Baby Driver handelt von einem talentierten jungen Fluchtwagenfahrer (Ansel Elgort), der sich ganz auf den Beat seiner persönlichen Playlist verlässt, um der Beste in seinem Job zu werden. Als er das Mädchen seiner Träume trifft (Lily James), sieht Baby eine Chance, seine kriminelle Karriere an den Nagel zu hängen und einen sauberen Ausstieg zu schaffen. Aber nachdem er gezwungen wird, für einen Gangsterboss (Kevin Spacey) zu arbeiten und ein zum Scheitern verurteilter Raubüberfall sein Leben, seine Liebe und seine Freiheit gefährdet, muss er für seine Handlungen geradestehen. (Pressetext)

Wenn mir ein Film als „Fast & Furious in gut“ beschrieben wird, werde ich neugierig, wenn ich dann noch höre, dass die Musik großartig sein soll, kann ich nicht anders und muss mich noch in die letzte Pressevorführung drängeln.
Wenn ich dann zum Schluss noch nicht mal enttäuscht werde, muss ich auch was dazu schreiben!

 

 

Es stimmt. Der Film hält zumindest meiner Ansicht nach das, was er verspricht, denn hier wurde ein Film konsequent um einen schmissigen Soundtrack bestehend aus 35 markanten Titeln herumgebaut, durchdacht und peferktioniert. Die für das Genre notwendige Action wird durch rasante Verfolgungsjagden erzielt, die vielleicht nicht so groß wie die von der Fast & Furious Serie sind, aber dafür näher dran, intensiver. Und mit einem besseren Beat, als das Hip-Hop Gedöns von ebenjener Serie. Aber genauso wie „dicke Hosen“ zu Fast passen, gehen die Songs von „Baby Driver“ passend ins Mark.

 

Wenn etwas noch besser umgesetzt hätte werden können, dann vielleicht das zarte Pflänzchen der Liebe, was zwischen Baby und Debora entspinnt. Würde eine Debora wirklich so reagieren, wie Sie es im Film tut? Tja, viel Spaß beim selbst herausfinden!

Mit ganz wenigen kleinen Abstrichen ist „Baby Driver“ ein gelungenen Mix aus „Fast & Furious 5“ und „Drive“ ohne direkt zu klaiuen..
Die Ruhe mit blitzartigen Ausbrüchen von „Drive“, das Fahrgefühl von Fast, dazu ein Hauch Familie und Liebe, überzeugende Schauspieler und ein genialer Soundtrack. Alles zusammen macht diesen Streifen zu einem gelungenen Gesamtkunstwerk.

© Johann Hoffmann, Fotos: Sony Pictures

 

Jul 19

Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten

Valérian et la Cité des mille planètes
www.valerian-derfilm.de/
www.facebook.com/valerian.film

ab 20. Juli 2017 im Kino in 3D

Regie: Luc Besson

Dane DeHaan – Valerian
Cara Delevingne – Laureline
Clive Owen – Arün Filitt
Rihanna – Bubble
Ethan Hawke – Jolly
Rutger Hauer – Präsident 

Im 28. Jahrhundert sind Valerian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne) als Spezialagenten der Regierung mit der Aufrechterhaltung der Ordnung im gesamten Universum beauftragt. Während der verwegene Frauenheld Valerian es auf mehr als nur eine berufliche Beziehung mit seiner schönen Partnerin abgesehen hat, zeigt ihm die selbstbewusste Laureline jedoch die kalte Schulter…
Auf Anordnung ihres Kommandanten (Clive Owen) begeben sich Valerian und Laureline auf eine Sondermission in die atemberaubende, intergalaktische Stadt Alpha: einer Mega-Metropole, die Tausende verschiedener Spezies aus den entlegensten Winkeln des Universums beheimatet. Die siebzehn Millionen Einwohner haben sich über die Zeiten einander angenähert und ihre Talente, Technologien und Ressourcen zum Vorteil aller vereint. Doch nicht jeder in der Stadt der Tausend Planeten verfolgt dieselben Ziele – im Verborgenen wächst eine dunkle Macht heran, die nicht nur Alpha, sondern die gesamte Galaxie in Gefahr bringt…(Pressetext)

Wenn Luc Besson einen Film macht, noch dazu ein Herzensprojekt, kann man getrost davon ausgehen, visuell erschlagen zu werden. Nachdem er sich bei Camerons Avatar umgesehen hat, war ihm klar, dass er endlich den Lieblingscomic seiner Jugend verfilmen musste. Einen ersten Ansatz hatte er mit „Das 5. Element“ schon genommen, aber damals war die Technik noch nicht so weit, um die gefühlt 10000 Aliens und Planeten darzustellen.
Und die fetten 180 Millionen Euro, die Valerian gekostet hat, immerhin der teuerste europäische Film bisland, hätte ihm damals wahrscheinlich auch niemand gegeben.

Jetzt war es aber endlich soweit – Weta (Herr der Ringe) und ILM (Star Wars), mithin die besten Firmen, was CGI angeht, haben ganze Arbeit geleistet, um ein bessonbuntes Effektefeuerwerk auf die Leinwand zu bringen.

Es geht mit Avatar-ähnlichen Wesen los, die aber viel eleganter aussehen und geht dann rasant von Schauplatz zu Schauplatz mit den zwei menschlichen Protagonisten weiter. Valerian, der titelgebende Held, ist allerdings in der Darstellung durch Dane DeHaan für mich nicht so berauschend. Ich empfinde ihn weder besonders attraktiv, noch als guten Schauspieler, noch wirkt der Held als Hauptperson. Die ist nämlich in Wahrheit Laureline (eheblich besser in allen Belangen: Cara Delevingne, die schon „Suicide Squad“ aufhübschte, allerdings dort im Finale nur noch mit ihrem schönen Körper wackeln durfte und hier in diesem Film endlich mehr Leistung zeigen darf), die das Zepter in der Hand hält

Sie erledigen gemeinsam und getrennt diverse Aufgaben und erleben Abenteuer, während Sie die dunkle Wahrheit herausfinden und Gutes tun. Typisches Actionkino also.

Das Ganze ist aber so perfekt umgesetzt, dass es eine Augenweide ist, jede Szene sprudelt vor Details, die Show gibt ständig Anlass zum Aha und Oho sagen. Wer rauskommt ist förmlich erschlagen.
Ziel also erreicht – würde es den Begriff nicht schon geben, müsste er für diesen Film erfunden werden: Überwältigungskino!

Lücken faller erstmal nicht auf und es stört auch nicht, dass die Bösen schon von Anfang an so Aussehen, die Sidekick Viecher wie immer niedlichhässlich sind und Nebendarsteller direkt aus dem „5. Element“ ins neue Set gehüpft sein könnten.

Es ist wahrhaftig zu spüren, dass Luc Besson alles umsetzen wollte, was ihn in seiner Jugend (in diesem Comic) beschäftigt hat, starke Heldin, phantasievolle Aliens, wilde Abenteuer.
Es ist ihm auf jeden Fall gelungen, ein bombastisches Stück europäisches Blockbusterkino umzusetzen und das sollte von uns europäischen Zuschauern auch gewürdigt werden!

Und noch ein kleines PS am Rande: Der Film eröffnet mit David Bowies „A Space Oddity“ – neben „Also Sprach Zarathustra“ wohl der schönste  Einstieg in einen Science-Fiction Film. 

© Johann Hoffmann, Fotos Universum Film

Jul 11

Spider-Man: Homecoming

Spider-Man: Homecoming
www.SpiderManHomecoming.de

ab 13. Juli 2017 im Kino (3D)

Regie: Jon Watts

Tom Holland – Peter Parker/Spider-Man
Robert Downey jr. – Tony Stark/Iron Man
Michael Keaton – Adrian Toomes/Vulture
Marisa Tomei – Tante May
Jon Favreau – Happy Hogan

Immer noch euphorisch von dem packenden Kampf mit den Avengers kehrt Peter in seine Heimat zurück, wo er mit seiner Tante May (Marisa Tomei) und unter dem wachsamen Auge seines neuen Mentors Tony Stark (Robert Downey Jr.) lebt. Es fällt ihm jedoch nicht leicht, sich im Alltag zurechtzufinden – vielmehr will er beweisen, dass er mehr ist als nur der sympathische Spider-Man aus der Nachbarschaft. Als aber The Vulture (Michael Keaton) als neuer Gegenspieler auftaucht, gerät plötzlich alles, was Peter im Leben wichtig ist, in große Gefahr. (Pressetext)

Es gibt schon wieder einen neuen Spider-Man Anlauf von Sony. Diesmal richtig eingeordnet in Marvels Cinematic Universe. Sprich dadrin, wo sich alle Avengers tummeln. Schon im letzten Avengers Film hatte der junge Spider-Man ja einen Gastauftritt, jetzt dreht sich alles nur um ihn. Glücklicherweise wurde nicht schon wieder die altbekannte Geschichte neu verfilmt, sondern etwas Neues gewagt. Eine Teenie-Komödie nämlich.

Die ganze Schwere und Düsternios der vorherigen Versionen, was Verantwortung angeht, wurde nicht komplett weggelassen, sondern in eine leicht tolpatschige Comedy umgearbeitet. Spider-Man übt mehr, findet sich selbst mehr und leidet darunter, noch nicht für voll genommen zu werden. Als Erwachsener und als Superheld.

Da er das als angeblich 15 jähriger (sorry aber so jung sieht Tom Holland dann doch nicht aus) auch noch nicht ist, stapft er von einem Highschool-sketch zum nächsten Superheldensketch.
Alles wohl gewichtet, mit zugegebenermaßen gutem Timing und wahrscheinlich sogar perfekt auf die junge Zuschauerzielgruppe abgestimmt. Dazu gehört auch das Verknalltsein in die unerreichbare Schulschönheit. (Wobei die halbe Schule aus hübschen Mädchen besteht, man, so eine Quote hätte ich gern in meiner Schule gehabt.)

Diese ist dann auch noch super intelligent und gar nicht abgehoben. Pickel hat sie auch keine, kurz, eine Traumfrau.
In diesem Film, das soll als Kritik angemerkt sein ist übrigens alles perfekt ausgewogen. Der Anteil an Schwarzen, Asiaten, Dicken, Dünnen, Frauen.
Hauptsache, alle sind perfekt vertreten, damit auch ja niemand sich irgendwie benachteiligt fühlen könnte. Grundsätzlich ist das selbstverständlich in Ordnung, aber es wirkt alles sehr nach Reißbrett.
Wie auch die Handlung ziemlich artifiziell wirkt. Alles passiert immer genau getaktet, damit die Aufmerksamkeitsspanne der  Jugend von heute genau ausgereizt wird.

Abgesehen davon gibt es viele – und das ist jetzt wieder im positiven Sinne – perfekt getimte Gags.
Und es gibt gleich zwei Vaterfiguren für Peter Parker. Happy und Tony Stark, wobei letzterer für die etwas weniger teeniehaften Gagszenen sorgt.
Auch die Technik in Form von Spider-Mans Anzug, die Tony Stark alias Iron-Man Peter Parker zur Verfügung stellt, will beherrscht werden und ist deshalb für Lacher gut.

Spider-Man braucht dringend den Anzug um einer grpßen Sache auf die Spur zu kommen. Hier kommt der beste Teil des Films ins Spiel: The Vulture, gespielt von Michael Keaton.
Ein Highlight des Films, nicht nur weil Michael Keaton gut schauspielern kann, sondern auch, weil seine Figur ambivalent und nicht nur böse/verrückt ist.

Wie eigentlich jeder Mensch versucht er nur durchzukommen um die Familie zu ernähren und wurde dabei von Starks Firma in den Untergrund gedrängt. Seine Handlungen wirken immer nachvollziehbar und oft väterlich, deshalb ist er der interessanteste Charakter im Film

Insgesamt ist diese Neuauflage der komödiantischste Film bislang im MCU mit einer starken Ausrichtung auf ein junges Zielpublikum und wie immer genialen (Computer)Effekten und ordentlichem 3D.
Ein garantierter Sommerblockbuster also.

© Johann Hoffmann, Fotos Sony Pictures

Jun 23

Transformers: The Last Knight

Der fünfte Aufguss der Transformers Reihe ist leider genau nur das – ein uninspirierter Aufguss.

Zu lang, zu wirr, zu viel, zu leer.

Schade, ich hatte ja fast ein wenig Hoffnung, dass ein bisschen neuer Schwung hineingebracht werden könnte.

Ich war jedenfalls ziemlich enttäuscht und verzichte deshalb auf eine ausführlichere Rezension.

Wer jetzt enttäuscht auf den Kinobesuch komplett verzichten will, findet vielleicht hier eine passende Lektüre als Ersatz:

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