Spider-Man: Far From Home

ab dem 4. Juli 2019 im Kino auch in 3D
www.sonypictures.com/movies/spidermanfarfromhome

Regie: Jon Watts

Peter Parker / Spider-Man: – Tom Holland
MJ: – Zandaya
Quentin Beck / Mysterio: – Jake Gyllenhaal
Nick Fury: – Samuel L. Jackson
Happy Hogan:- Jon Favreau
Maria Hill: – Cobie Smulder
May Parker:- Marisa Tomei
Ned Leeds:- Jacob Batalon

Nach dem spektakulären „Spider-Man: Homecoming“ kehrt Peter Parker mit SPIDER-MAN: FAR FROM HOME in einem neuen, sensationellen Abenteuer zurück! Diesmal ist es Avengers-Ikone Samuel L. Jackson („Avengers: Infinity War“, „Glass“) alias Nick Fury, der die Unterstützung des jungen Helden anfordert..(Pressetext)

Selten war es so schwer, etwas über einen Film zu sagen und dabei nicht zu spoilern, wie bei “Spider-Man: Far From Home“. Nur ein kleiner Hinweis auf eine bestimmte Situation oder die Beweggründe einer Person, könnten diesmal zu viel verraten.

Die Filmhandlung beginnt kurz nach den Ereignissen in “Avengers: Endgamer“. Die Welt und auch Peter Parkers Schulkameraden trauern um die verstorbenen Helden. Die ganze Welt scheint sich zu fragen, wer nun zu ihrer Rettung eilt, wenn die Erde erneut von einer übermenschlichen Gefahr bedroht wird.

Peter, der Tony Starks Vermächtnis in den Händen hält, hadert mit seinem Superhelden-Ego. Nur einmal möchte er Teenager sein und die Klassenfahrt durch Europa genießen. Und vor allem, seiner Klassenkameradin MJ (Zendaya) seine Gefühle gestehen.

Doch kaum ist die Klasse bei einem ersten Stopp in Venedig gelandet, muss Peter sein Heldenkostüm überstreifen und die Bewohner vor einem mysteriösen Angriff schützen. Als er kurz darauf unerwartet Besuch von Nick Fury (Samuel L. Jackson) bekommt, der ihn für eine Mission gewinnen will, weigert sich Peter zunächst.

Doch mit dem Zuspruch von Maria Hill (Cobie Smulder) und des neuen Superhelden Mysterio (Jake Gyllenhaal) besinnt sich Peter. Gemeinsam mit einem neuen Team macht er Jagd auf übermenschliche Gegner und erlebt dabei eine große Überraschung.

Tom Holland, der seinen ersten Leinwandauftritt 2016 in “The First Avenger: Civil War“ absolvierte und anschließend in seinem Soloabenteuer “Spider-Man: Homecoming“ sowie in dem finalen “Avengers“-Teilen “Infinity War“ und “Endgame“ eine Rolle spielte, ist sichtlich erwachsen geworden.

Noch immer bewahrt sich der mittlerweile dritte Spider-Man seinen jugendlichen Charme und verleiht dem Franchise dadurch eine frische Prise Humor, gepaart mit altersbedingter Naivität. Dennoch ist Holland in seiner Rolle angekommen, die er mit Ausnahme des Spagats „Erwachsen geworden – Pubertrierender Teenager“ perfekt ausfüllt. Dazu weiter unten mehr. Dass ein Großteil der Szenen sehr comichaft daherkommen, ist mehr als nur gewollt und wird dem Genre gerecht.

Mit über zwei Stunden Laufzeit weist der Film eine straffe Handlung auf, die kurzweilig über die Leinwand flimmert und die Spannungskurve konstant oben hält. Die Actionszenen können sich, wie man es von einem Marvelfilm gewöhnt ist, sehen lassen. Zwischendurch wird es aber auch einmal etwas ruhiger und mitunter sogar etwas teenagerhaft romantisch.

Regisseur Jon Watts knüpft mit der Fokussierung auf dem “Blip“ (eine fünfjährige Abwesenheit der Hälfte der Weltbevölkerung durch Thanos‘ Zutun) wunderbar an die letzten “Avengers“-Filme an und verleiht dieser traumatischen Zeit eine menschliche Perspektive. Ebenso menschlich fällt auch das pubertäre Verhalten des Titelhelden aus, der nun einmal dem Alter geschuldet seine Probleme mit dem Erwachsenwerden hat.

Doch diese Momente sind keineswegs peinlich, sondern berühren auf die süße Art, die einen an die eigene Jugend zurückerinnern lassen. Und genau wegen dieser vielen kleinen Twists, die Spider-Man immer wieder zwischen Alltagssituationen und seinem Job als Superhelden umherspringen lassen, stört es kaum, dass Tom Holland nicht mehr wie 16 Jahre alt aussieht und gefällt der Film nicht nur den eingefleischten Marvel-Fans sondern auch der jüngeren Generation, die sich vermutlich diesmal mit dem Titelhelden besser identifizieren können, als etwa mit “Thor“ oder “Captain America“.

Fazit: “Spider-Man: Far From Home“ ist ein amüsanter, unterhaltsamer Marvelfilm, der diesmal die Problematiken eines Highschoolkids in den Fokus rückt, aber dennoch eben soviel Action und spannende Momente beschert, wie man es von den anderen Filmen aus dem MCU gewöhnt ist.

© Sandy Kolbuch, Johann Hoffmann, Foto: © 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

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