Tomb Raider

Tomb Raider
facebook.com/WarnerBrosAction

ab 15. März 2018 im Kino

Regie: Roar Uthaug

Alicia Vikander – Lara Croft
Dominic West – Richard Croft
Walton Goggins – Mathias Vogel
Daniel Wu – Lu Ren
Derek Jacobi – Mr. Yaffe
Kristin Scott Thomas – Ana Miller
Alexandre Willaume – Lieutenant

Lara Croft ist die leidenschaftlich emanzipierte Tochter eines exzentrischen Abenteurers, der spurlos verschwand, als sie noch ein kleines Mädchen war. Inzwischen ist Lara erwachsen, aber ihr fehlt ein klares Lebensziel. Eher unmotiviert brettert sie als Fahrradkurierin durch die Straßen der Trendviertel von East London – zum Leben reicht das kaum. Sie will sich ihren eigenen Weg suchen und lehnt daher auch die Leitung des globalen Konzerns ihres Vaters ebenso strikt ab, wie sie sich weigert, an seinen Tod zu glauben. Mittlerweile sind allerdings sieben Jahre vergangen, und man legt Lara nahe, sich allmählich mit der Realität abzufinden. Doch irgendetwas – Lara begreift es selbst nicht – treibt sie dazu, endlich herauszufinden, was ihrem Vater eigentlich passiert ist… (aus dem Pressetext)

Als nur halber Nerd kann ich nur den Film besprechen, da ich das zugrunde liegende Spiel nicht gespielt habe. Aus zuverlässiger Quelle wurde mir aber bestätigt, dass einige Szenen aus dem Tomb Raider Reboot Spiel von 2013 für die Leinwand übernommen wurden. Um den Film zu genießen, war es aber nicht notwendig, das zu wissen.

Die Neuauflage mit Alicia Vikander ist kaum anders als andere Actionfilme und entspricht in jeder Hinsicht den (männlichen)  Erwartungen an dieses Genre.  Bei dem Rhythmus und der Waghalsigkeit der Action finde ich sogar, dass er die meisten Filme übertrifft. Auch an manchen Stellen James Bond Filme, die ja auch immer versuchen, etwas nie Gesehenes zu zeigen.

Alcicia Vikanders körperliches Spiel (viele Stunts übernahm die Ballett-Tänzerin selbst) ist rundum überzeugend, aber mein erster Gedanke beim Verlassen des Kinos war: So wenig wurde die Oscargewinnerin noch nie geistig gefordert, während sie körperlich noch nie so viel leisten musste.

Der Film ist nämlich wirklich flach. Der Böse sieht aus wie ein Böser, eine Geheimorganisation zieht überall die Fäden,  die bösen Nebencharaktere sterben schön einer nach dem anderen weg.
Handlungslücken, ach ich weiß gar nicht, welches Wort ich nehmen soll für die schiere Größe , und billige Oneliner… Es ist wirklich reines Popcornkino.

Nur ein Beispiel: Es ist angeblich super schwierig eine geheimnisvolle Insel zu erreichen. Natürlich zerschellt auch Laras Boot an den fiesen Klippen (und bietet damit Gelegenheit für wirklich gute Action Sequenzen) und Lara landet sofort in den Fängen des Bösen… Ich musste unweigerlich an „Lost“ denken und hoffte auf eine große Portion Mystery.
Später kommt aber ohne Probleme und ganz simpel ein Hubschrauber, um Leute abzuholen.  Puff. Weg war die Spannung.

Davon abgesehen, gibt es nicht viel zu meckern. Manchmal sahen einige Szenen sehr nach CGI aus, aber selten störend und wenn, dann wird der Zuschauer so in Atem gehalten, dass er es bei der nächsten Szene wieder vergessen hat.

Lara Croft darf so viel tun, was die Spiele auszeichnet, nämlich Rätsel lösen, Hindernisse überspringen, Eishacke schwingen und zum Schluss noch zur „echten“ Tomb Raiderin werden.

Popcornkino vom Feinsten – für Teenager der 90er ein Muss, für alle anderen immerhin ein gelungener Actionfilm mit hohem Tempo. Sozusagen wie Alicia Vikander: Ohne ein Gramm Fett zu viel.

 

 © Johann Hoffmann, Bilder: Warner Bros.

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